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Vergewaltigung, Folter, Mord: Leid der ukrainischen Zivilbevölkerung

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Von Euronews
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Alles zerstört in Borodjanka
Alles zerstört in Borodjanka   -   Copyright  Petros Giannakouris/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Raubüberfälle, Vergewaltigungen, Folterungen, Morde... die Leidensgeschichte vieler Frauen und Männer in der Ukraine unter der russischen Besatzung scheint keine Grenzen zu kennen. Während Moskau all diese Vorwürfe der antirussischen Propaganda zuschreibt, erzählen Bewohnerinnen von Städten wie Butscha, Borodjanka oder Tschernihiw, was sie gesehen und erlebt haben.

Natalia aus Borodjanka: "Der Ehemann einer Kollegin wurde vier Tage lang in einem Keller gefoltert, und als er freigelassen wurde und nach Hause kam, weinte er wie ein Kind."

Tschernihiw ist eine Ruinenstadt, in der es nach dem Abzug der russischen Truppen kaum noch eine Menschenseele gibt. Es ist ungewiss, wie viele Bewohner starben und wie vielen es gelang, lebend zu entkommen.

Valentina aus Tschernihiw: "Mein Neffe wurde zweimal nach draußen geführt, um erschossen zu werden. Er musste auf die Knie gehen und dann schossen sie in die Luft."

Wie viele ihrer Nachbarn fürchtet Valentina eine Rückkehr der russischen Truppen. Sie sagt: "Wir hoffen sehr, dass sie nicht zurückkommen. Die Angst ist immer da. Wir haben immer Angst. Ich fühle mich schlecht, weil meine Tochter mit meinem Enkelkind geflohen ist und ich nicht mit ihnen gehen konnte."

Einige von denen, die geflohen sind, sind zurückgekehrt. Sie fanden nur Zerstörung und Verwüstung.