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Verletzte Polizisten, Schüsse und Festnahmen nach neuen Krawallen in Schweden

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Von Euronews  mit dpa, Expressen
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Wütende junge Männer
Wütende junge Männer   -   Copyright  Stefan Jerrevång/AP

Auch am Ostersonntag ist es in Schweden zu Krawallen gekommen.

Meist junge Männer aus muslimischen Einwandererfamilien randalierten und griffen die Polizei an. Sie sind erzürnt über Kundgebungen des rechtsextremen dänisch-schwedischen Politikers Rasmus Paludan, bei denen er mitunter auch den Koran verbrennt.

Die Polizei hatte es Paludan mit seiner ausländer- und islamfeindlichen Kampagne erlaubt, verschiedene Städte Schwedens zu besuchen und dort zu seinen Anhängern zu sprechen.

Gegner Paludans hatten wiederum in verschiedenen schwedischen Städten mit Steinen und Molotowcocktails auf Polizisten geworfen und Autos und Mülltonnen angezündet.

Nach Aussagen des Kriminologen Manne Gerell gegenüber der Zeitung Dagens Nyheter seien die jungen Randalierer oft aus ärmeren Einwandrerfamilien und fühlten sich ausgeschlossen von der schwedischen Gesellschaft. Eine Koranverbrennung werde dann als Provokation erlebt.

In Schweden herrscht Meinungsfreiheit

Die schwedische Polizei hatte die Auftritte Paludans mit dem Hinweis auf die in Schweden herrschende Meinungsfreiheit genehmigt.

Seit Gründonnerstag kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen.

In Malmö stand in der Nacht zum Ostersonntag ein Bus in Flammen, nachdem Unbekannte ein brennendes Objekt auf das Fahrzeug geworfen hatten. Die Fahrgäste konnten den Bus noch rechtzeitig verlassen. In der Stadt Örebro waren bereits am Karfreitag mehrere Polizeiautos angezündet worden. Dort erlitten etwa ein Dutzend Polizisten Verletzungen.

In der Stadt Norrköpping im Süden des Landes feuerte die Polizei nach eigenen Angaben Warnschüsse ab. Dabei sei ein Mann am Bein verletzt worden, berichtete der Sender SVT am Abend. Insgesamt gab es 13 Festnahmen.

Auch in der Hauptstadt Stockholm kam es zu Ausschreitungen mit Steinwürfen.