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Denkzettel für Johnson: Tories machen Verluste bei Kommunal- und Bezirkswahlen

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Von euronews
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Boris Johnson bei einem Schulbesuch in seinem Wahlbezirk
Boris Johnson bei einem Schulbesuch in seinem Wahlbezirk   -   Copyright  Daniel Leal/AP

Jubel bei der Labour-Partei in London: Die oppositionelle Arbeiterpartei kann sich nach den Kommunal- und Bezirkswahlen in Großbritannien in der Hauptstadt über symbolträchtige Erfolge freuen. Im Regierungsbezirk Westminster gewann sie erstmals und auch in den traditionell konservativen Bezirken Wandsworth und Barnet schlug sie die konservativen Tories. 

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Das ist sicherlich ein gemischtes Ergebnis.
Boris Johnson
britischer Premierminister

Die Schuld dafür wird größtenteils bei Boris Johnson gesehen, der unter anderem wegen illegaler Lockdown-Partys in der Kritik steht. Der Premier aber sieht das Glas halb voll: "Das ist sicherlich ein gemischtes Ergebnis", sagte er bei einem Schulbesuch in seinem Wahlbezirk Uxbridge und South Ruislip. "Wir hatten in einigen Landesteilen eine schwere Nacht, aber auf der anderen Seite sehen wir in anderen Teilen des Landes, dass Konservative bemerkenswert viele Plätze an Orten gewonnen haben, die noch nie oder seit langer Zeit nicht mehr konservativ gewählt haben."

"Die Regierung hat sich nicht gut verhalten"

Tatsächlich haben die Tories nicht die ganz großen Verluste erlitten. Doch die Regierung ist in jedem Fall beschädigt, sagt die Londonerin Aude Pasquier: "Die Regierung hat sich nicht gut verhalten, im Kabinett gibt es einige, die sich überhaupt nicht gut benommen haben. Ich glaube, dass sie dafür bestraft wurden. Die Menschen sind weniger naiv in ihren Erwartungen n eine Tory-Regierung."

"Meiner Meinung nach ist das ein normales Ergebnis für Wahlen während einer Amtszeit, das ist für jede Regierung hart", so der Londoner Andy Anderson. "Natürlich ist es im Moment ein bisschen härter, weil die Menschen weniger Vertrauen in die Regierung haben."

Unter Druck gesetzt werden die regierenden Konservativen auch von den Liberaldemokraten, die als wirlicher Sieger dieser Wahlen gelten. Sie haben laut Berechnungen rund 150 Sitze in Gemeinde- und Bezirksräten hinzugewonnen