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Spektakel für Frühaufsteher: Totale Mondfinsternis am Montag

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Von Euronews  mit dpa
Mondfinsternis in San Francisco 2018
Mondfinsternis in San Francisco 2018   -   Copyright  Carlos Avila Gonzalez/San Francisco Chronicle

Am kommenden Montag, den 16. Mai, können Himmelgucker mit ein bisschen Glück eine totale Mondfinsternis beobachten. Man braucht freie Sicht, gutes Wetter und vor allem muss man früh aufstehen.

Mancherorts in Deutschland wird der Erdtrabant bereits im Südwesten hinter dem Horizont verschwinden, bevor er vollständig in den Erdschatten eintaucht. Außerdem ist dann der Himmel schon recht hell. Beobachter können dort teils nur eine partielle Mondfinsternis sehen. 

Die total e Mondfinsternis beginne um 5.29 Uhr, genau dann, wenn der Trabant von der Mitte Deutschlands aus gesehen gerade untergeht, erklärt der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland, Sven Melchert. 

Weiter im Osten verpasse man dieses Spektakel, weiter im Westen könne man die totale Phase eine kurze Zeit beobachten, wenn das Wetter mitspielt. Um 6.12 Uhr werde die Mitte der Finsternis erreicht, kurz vor 7.00 Uhr ende die totale Phase.

„Eine Mondfinsternis bezeichnet den astronomischen Vorgang, bei dem der Mond durch den Schattenraum der Erde wandert“, heißt es auf der Homepage des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach. Ein solches Ereignis gibt es nur bei Vollmond und wenn Sonne, Erde und Mond im Weltraum genau in einer Linie stehen. Es tritt aber nicht automatisch bei jedem Vollmond auf. 

„Grund dafür ist, dass die Bahn des Mondes um die Erde gegenüber der Bahn der Erde um die Sonne, in der sich der Erdschatten befindet, um etwa fünf Grad geneigt ist“, heißt es beim DWD. Deshalb ziehe der Vollmond meist unter- oder oberhalb des Erdschattens vorbei.

Hierzulande keine optimalen Voraussetzungen

In Deutschland braucht man dem Vorsitzenden der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert, zufolge am kommenden Montag neben einem klaren Himmel einen freien Blick zum Südwesthorizont. Um kurz vor 4.30 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten der Erde ein. Für viele werde aber wegen des untergehenden Mondes gegen 5.00 Uhr Schluss sein, dann sei der Mond zur Hälfte in den Erdschatten eingetreten.

Besser beobachten könne man das Spektakel im Westen von Frankreich, in Spanien, Westafrika und von den Kanarischen Inseln aus. Optimale Voraussetzungen für Schaulustige gebe es im Osten der USA und in ganz Südamerika.