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Mondfinsternis am 15. Mai - wenn die Erde den Mond in den Schatten stellt

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Von su  mit AP
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Alle mal die Ferngläser rauskramen: Der Mond taucht in den Kernschatten der Erde. Am Sonntagabend wird eine totale Mondfinsternis zu sehen sein, zumindest über einem Großteil der Welt. Menschen in Südamerika und Teilen Nordamerikas können die vollständige Mondfinsternis sehen, und eine partielle Mondfinsternis wird immer noch in Neuseeland und Osteuropa zu sehen sein.

Michelle Thaller, NASA-Wissenschaftlerin:

„Das Wunderbare ist, dass, wenn der Mond vollständig im Schatten liegt, wenn er sich im dunkelsten Teil des Schattens befindet, der Mond in Ihren Augen so aussieht, als wäre irgendwie rosa oder orange gefärbt. Und das liegt eigentlich an Ihren Augen – sie stellen sich auf dieses schwächere Licht ein, und tatsächlich ist das einzige Licht, das zu diesem Zeitpunkt den Mond erreicht, Licht, das durch die Erdatmosphäre durchsickert.“

Das sei wirklich derselbe Effekt warum ein Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang rot aussehe.

In Mitteleuropa lässt sich zwar nicht die Totalität, aber immerhin das Eintauchen des Erdtrabanten in den Kernschatten der Erde bis kurz vor Sonnenaufgang verfolgen. Diese partielle Phase beginnt um 04:28 Uhr MESZ; die Totalität wird rund eine Stunde später, um 05:29 Uhr MESZ, erreicht. Dank des beidäugigen Sehens, das ein Fernglas ermöglicht, erscheint uns der Mond im Innenbereich des Halbschattens der Erde, der an den Kernschatten grenzt, besonders eindrucksvoll, geradezu plastisch.

Zu Beginn der Totalität ist es im Nordosten Deutschlands bereits sehr hell, weil die Sonne bald aufgeht. Zudem geht der Vollmond dann unter – mancherorts sogar schon vor dem Beginn der Totalität. Mehr sieht man an Standorten weiter südlich und westlich, etwa in Richtung der französischen Atlantikküste, wo vor Sonnenaufgang etwas mehr Zeit zur Beobachtung verbleibt. 

Deutlich wahrzunehmen ist eine Mondfinsternis, wenn der Mond nicht nur durch den ringförmigen Halbschatten der Erde läuft, sondern ganz oder teilweise auch durch den kreisförmigen inneren Kernschatten. Das kommt pro Jahrhundert im Schnitt etwa 154 mal vor. (Halbschattenfinsternisse etwa 88-mal pro Jahrhundert.)

su mit AP