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Ukraine: Lage in der Region Odessa bleibt kompliziert

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Von Sasha Vakulina, su
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Die ukrainische Gegenoffensive nördlich von Charkiw hat die russischen Streitkräfte in Richtung der russisch-ukrainischen Grenze gedrängt – so die jüngste Einschätzung des Institute for the Study of War (ISW, Institut für Kriegsforschung, Washington).

"DUMME BOMBEN"

Ukrainische Streitkräfte nahmen mehrere Städte nördlich von Charkiw ein und drängten weiter nach Norden. Eine russische Quelle gab an, ukrainische Truppen seien bis auf 10 km an die russische Grenze herangekommen. Das ISW meint, wenn die ukrainischen Streitkräfte dazu kommen, die Gegenoffensive weiter voranzutreiben oder die russischen Streitkräfte entlang der Achse von Charkiw dazu bringen, sich weiter zurückzuziehen, könne das die russischen Offensivoperationen um Izyum aus dem Gleichgewicht bringen.

In Mariupol stellte ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter fest, dass die russischen Streitkräfte immer mehr sogenannte „dumme Bomben“ ohne Lenksysteme einsetzen, um Mariupol anzugreifen, weil präzisionsgelenkte Munitionsvorräte wohl zur Neige gehen, während um das Stahlwerk Azovstal weiter gekämpft wird.

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MOLDAWIEN

Laut ISW könnten die russischen Bemühungen zur Destabilisierung Moldawiens darauf abzielen, Rumänien und die NATO abzulenken, statt Odessa direkt zu bedrohen.

Obwohl die Situation in der Region Odessa kompliziert bleibt.

Die Kämpfe auf der Schlangeninsel (Insel Zmiinyi) gehen weiter, wobei Russland immer wieder versucht, seine exponierte Garnison dort zu verstärken. Die Insel ist von strategischer Bedeutung, da sie Zugang zu den wichtigsten Hafenstädten der Ukraine bietet, allen voran Odessa.

Die Ukraine hat dort erfolgreich russische Luftverteidigungs- und Nachschubschiffe angegriffen, die im westlichen Schwarzen Meer nur minimal geschützt sind, seit sich die russische Marine nach dem Verlust des Moskwa-Kriegsschiffs auf die Krim zurückgezogen hat.

Das britische Verteidigungsministerium meint: Russlands derzeitige Bemühungen, seine Streitkräfte auf der Schlangeninsel zu verstärken, verstärken die Optionen der Ukraine, russische Truppen anzugreifen und Material aufzureiben.

Wenn Russland seine Position auf der Schlangeninsel mit strategischer Luftverteidigung und Marschflugkörpern zur Küstenverteidigung festigt, könnten sie allerdings das nordwestliche Schwarze Meer dominieren.

Sasha Vakulina, su