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Düstere Bilanz nach 100 Tagen: NATO befürchtet Zermürbungskrieg

Kinder in einem Auto vor einem durch Angriffe zerstörten Gebäude in Borodjanka, am Stadtrand von Kiew (31. Mai 2022)
Kinder in einem Auto vor einem durch Angriffe zerstörten Gebäude in Borodjanka, am Stadtrand von Kiew (31. Mai 2022) Copyright AP Photo/Natacha Pisarenko
Copyright AP Photo/Natacha Pisarenko
Von Euronews mit AFP/AP
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5,2 Millionen Kinder brauchen laut UNICEF humanitäre Hilfe. Die NATO befürchtet einen langen Zermürbungskrieg.

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Seit 100 Tagen schon tobt der Krieg in der Ukraine mit verheerenden Folgen für Kinder in einem Ausmaß und Tempo wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr, warnt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF.

Drei Millionen Kinder in der Ukraine und 2,2 in Ländern, die Flüchtlinge aufgenommen haben, benötigten jetzt humanitäre Hilfe. Fast zwei von drei Kindern seien durch die Kämpfe vertrieben worden.

Seit dem 24. Februar wurden nach UN-Einschätzungen insgesamt 12,8 Millionen Menschen vertrieben, die meisten davon seien Binnenflüchtlinge, rund 17,5 Prozent der Gesamtbevölkerung der Ukraine. Menschen, die hoch traumatisiert seien und dringend Schutz bräuchten, einschließlich psychosozialer Unterstützung.

Derweil verschärft sich der Kampf um die Ostukraine. Die NATO befürchtet, dass der Krieg noch lange andauern wird. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg unterstrich nach einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden und dessen Nationalem Sicherheitsberater in Washington: "Die Verantwortung der NATO besteht darin, der Ukraine bei der Wahrung ihres Rechts auf Selbstverteidigung zu helfen und sie zu unterstützen."

"Kriege sind von Natur aus unberechenbar"

Gleichzeitig obliege es NATO zu verhindern, dass der Konflikt eskaliere und sich zu einem vollwertigen Krieg zwischen Russland und der NATO ausweitet.

"Kriege sind von Natur aus unberechenbar. Deshalb müssen wir uns auf eine lange Strecke einstellen. Der Konflikt ist zu einem Zermürbungskrieg geworden, in dem die Ukrainer einen hohen Preis dafür zahlen, dass sie ihr eigenes Land auf dem Schlachtfeld verteidigen."

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj, der am Donnerstag in Kiew die Beglaubigungsschreiben von drei neu ernannten Botschafter aus den USA, Moldawien und Indien entgegen nahm, unterstrich die Notwendigkeit von Waffenlieferungen zur Verteidigung des Landes.

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