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Medizin nur für Afrika: Erste Biontech-Fabrik in Ruanda

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Von Euronews
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Mitte: Die Senegalesische Außenministerin Aissata Tall Sall und der Biontech-CEO und Mitbegründer Ugur Sahin
Mitte: Die Senegalesische Außenministerin Aissata Tall Sall und der Biontech-CEO und Mitbegründer Ugur Sahin   -   Copyright  -Screenshot- AP Photo

Spatenstich für eine neue Impfstoff-Fabrik von BioNTech. Und die steht nicht etwa in Europa, den USA oder einer anderen Industrienation, sondern in Kigali, der Hauptstadt von Ruanda in Ostafrika.

Man wolle mit Fachkräften aus Afrika Impfstoffe für Afrika herstellen, sagte Biontech-CEO und Mitbegründer Ugur Sahin. 

Die über 30.000 Quadratmeter große Anlage soll über ein Schulungszentrum für die Herstellung von mRNA-Impfstoffen verfügen sowie die Massenproduktion anderer Arzneimittel ermöglichen. Die Anlage soll innerhalb von 18 Monaten fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.

Bei der Veranstaltung in Kiagli waren hochrangige Gäste dabei, Ruandas Präsident Paul Kagame, die  senegalesische Außenministerin Aissata Tall Sall, der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus und Bundeskanzler Olaf Scholz. 

"Diesere Impfstoffe werden nicht nur gegen COVID-19 sein, sondern gegen alle Krankheiten, die es auf dem afrikanischen Kontinent gibt, sei es Tuberkulose oder Malaria. Dies ist ein großer Sieg für Afrika", sagte die senegalesische Außenministerin Aissata Tall Sall.

Das deutsche Unternehmen plant weitere Produktionsstätten im Senegal und in Südafrika. Der per Video zugeschaltete deutsche Bundeskanzler sprach über die Bedeutung von Impfungen für eine Gesellschaft.

"Ich wünsche mir, dass es bald eine Selbstverständlichkeit sein wird, dass die große Mehrheit der afrikanischen Kinder, so wie ich damals, geimpft wird, und zwar mit Impfstoffen, die in Ruanda oder Ghana, im Senegal oder in Südafrika hergestellt werden", so Olaf Scholz, der per Video zugeschaltet war. 

Die in Ruanda produzierten Arzneien seien ausschließlich für Afrika bestimmt und sollen auf die Bedürfnisse der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union zugeschnitten werden. Außer dem Covid-19-Impfstoff könnten dies im Fall erfolgreicher Entwicklung Malaria- und Tuberkuloseimpfstoffe sein. Das Unternehmen schätzt, dass anfänglich bis zu 50 Millionen Dosen des Pfizer-Biontech Impfstoffs gegen Covid-19 produziert werden können.

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