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Judo-Grand-Slam von Ulan Bator: Die Meistertaten des Lee Joonhwan

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Von euronews
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Lee Joonhwan und Shamil Borchashvili im Kampf um Gold
Lee Joonhwan und Shamil Borchashvili im Kampf um Gold   -   Copyright  IJF/Sabau Gabriela

Der zweite Wettkampftag beim Judo-Grand-Slam in Ulan Bator wurde mit einer Aufführung eingeleitet. Dargeboten wurden landestypische Tänze und Musikstücke.

Der Vorsitzende des monglischen Judoverbandes, Battulga Khaltmaa, und der Generaldirektor des Weltverbandes, Vlad Marinescu, richteten Grußworte an die Judo-Begeisterten in der wieder gut besuchten Veranstaltungshalle.

Nabekura Nami: Ganze Bandbreite der Judotechnik genutzt

Sie sahen in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm einen Sieg von Nabekura Nami. Die Goldmedaille erhielt sie vom Judo-Unternehmer und -Förderer Namsrai Batsaikhan.

„Mein Lieblingswurf ist der Uchi-Mata, aber heute entfalteten mein Ashi-Waza, Ko-Uchi-Gari und Ko-Soto-Gari ihre Wirkung. Ich habe Abwandlungen der Techniken zeigen können. Es war eine gute Erfahrung", sagte die Japanerin.

Olympiasieger auf der Matte - aber Lee überrascht wieder

Ihr Landsmann Nagase Takanori, der amtierende Olympiasieger in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm, war selbstredend einer der Anwärter auf den Sieg in der Mongolei. Der Japaner kämpfte sich ins Halbfinale vor, setzte sich dort mit dem jungen Koreaner Lee Joonhwan auseinander. Lee sorgte für die Überraschung und bezwang den Olympiasieger und früheren Weltmeister.

Silber für Österreich

Im Kampf um Gold traf der Koreaner auf Shamil Borchashvili aus Österreich. Auch den Olympiadritten besiegte Lee Joonhwan. Der 20-Jährige war DIE Entdeckung des Tages, ganz unbekannt war er aber auch nicht, denn bereits in Tiflis vor drei Wochen siegte Lee beim Grand Slam. Der Koreaner steht in der Weltrangliste auf dem 33. Platz, beim Grand-Slam zeigte er, dass er es mit der Weltspitze aufnehmen kann. Die Siegerehrung führte der Bürgermeister von Ulan Bator, Dolgorsuren Sumiyabazar, durch.

„Ich bin sehr dankbar, dass mich so viele Menschen angefeuert haben. Ich werde tun, was ich kann, um die zukünftigen Erwartungen zu erfüllen", sagte Lee Joonhwan.

Für den ausrichtenden mongolischen Verband gab es am zweiten Tag des Judo-Grand-Slam Silber bei den Männern bis 73 Kilogramm. Tsogtbaatar Tsend-Ochir musste sich erst im Finale beugen, es verlor gegen Makhmadbek Makhmadbekov.

An diesem Sonntag stehen unter anderem die Schwergewichte in Ulan Bator auf der Matte.