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Putin zum Krieg in der Ukraine: "Alles läuft nach Plan"

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Von Alexandra Leistner
Waldimir Putin informiert Journalist:innen nach dem Gipfel des Kaspischen Meers in Ashgabat, Turkmenistan. 30.06.2022
Waldimir Putin informiert Journalist:innen nach dem Gipfel des Kaspischen Meers in Ashgabat, Turkmenistan. 30.06.2022   -   Copyright  Dmitry Azarov/Sputnik

Der russische Präsident hat bestritten, dass seine Truppen ein ukrainisches Einkaufszentrum attackiert haben. Bei dem Raketenangriff am Montag in Krementschuk waren 18 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt - nach Angaben des ukrainischen Präsidenten hatten sich rund 1.000 Menschen in der Mall aufgehalten zur Zeit des Anschlags.

"Die russische Armee greift keine zivilen Ziele an. Das brauchen wir nicht. Wir haben alle Möglichkeiten, um festzustellen, was wo ist, und mit modernen Präzisionswaffen mit großer Reichweite treffen wir diese Ziele", so Putin.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International spricht dagegen von "einem klaren Kriegsverbrechen" Russlands bei dem Anschlag auf das Theater in Mariupol am 16. März 2022, in dem sich ukrainische Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, vor den Kämpfen in Sicherheit wähnten.

Mariupol: Angriff auf Theater "Kriegsverbrechen"

"Viele Menschen wurden bei diesem gnadenlosen Angriff verletzt und getötet. Ihr Tod ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die russischen Streitkräfte gezielt auf ukrainische Zivilisten zielten", so Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International.

Das Theater im Stadtbezirk Tsentralnyi war ein Knotenpunkt für die Verteilung von Medikamenten, Lebensmitteln und Wasser und ein ausgewiesener Sammelpunkt für Menschen, die über humanitäre Korridore evakuiert werden sollten. Das Gebäude war eindeutig als ziviles Objekt zu erkennen, vielleicht mehr als jeder andere Ort in der Stadt, heißt es in dem Amnesty-Bericht.

"Alles läuft nach Plan"

Der in Russland als 'Sonderoperation' bekannte Krieg, verlaufe nach Plan, so Putin - "ruhig und rhythmisch". Über bestimmt Etappenziele und Deadlines wollte er nicht sprechen. "Die Truppen bewegen sich und erreichen die Ziele, die in einer bestimmten Phase dieser Kampfhandlungen als Aufgabe gestellt werden." 

Bezüglich des geplanten NATO-Beitritts von Schweden und Finnland sagte Putin, dafür habe es zwar keinen Anlass gegeben, da es mit diesen Ländern keine Gebietsstreitigkeiten oder andere Streits gebe, Russland fürchte den Beitritt der Länder zum Verteidigungsbündnis nicht. 

"Allerdings, wenn dort Militärkontingente und Infrastrukturen stationiert werden, müssen wir spiegelbildlich reagieren."

Das Aufnahmeverfahren für Finnland und Schweden hat in dieser Woche offiziell begonnen. "Heute haben die Staats- und Regierungschefs der NATO die historische Entscheidung getroffen, Finnland und Schweden einzuladen, Mitglieder der Nato zu werden", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch beim Gipfeltreffen des Bündnisses in Madrid.