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Putin: Westen verheizt Ukraine - "Tragödie für das ukrainische Volk"

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Von Euronews  mit dpa
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Ukrainische Polizisten bei einem Wohngebiet in Kramatorsk, Ukraine
Ukrainische Polizisten bei einem Wohngebiet in Kramatorsk, Ukraine   -   Copyright  Nariman El-Mofty/AP Photo

Seitdem Russland die weitgehende Kontrolle über die ostukrainische Region Luhansk übernommen hat, hat sich der Schwerpunkt der Kämpfe ins benachbarte Donezk verlagert. Im Visier der russischen Armee sind besonders die Städte Kramatorsk und Slowjansk.

Der ukrainische Generalstab berichtete, rund um die Städte Kramatorsk und Bachmut seien mehrere Siedlungen mit Artillerie beschossen worden. 

Trotz ihrer militärischen Erfolge kämpfen russische Truppen nach Angaben aus Kiew aber immer noch um die vollständige Kontrolle über Luhansk. Dazu hätten die Russen einige ihrer Einheiten verlegt, teilte der ukrainische Generalstab mit. Aus Moskau heißt es hingegen seit Tagen, man habe Luhansk komplett unter Kontrolle gebracht.

Putin teilt in Moskau gegen den Westen aus

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte: "Heute hören wir wieder einmal, dass sie uns auf dem Schlachtfeld besiegen wollen. Sollen sie es versuchen. Wir haben schon viel gehört, dass der Westen uns bis zum letzten Ukrainer bekämpfen will. Das ist eine Tragödie für das ukrainische Volk."

Ukrainische Soldaten haben auf der symbolträchtigen Schlangeninsel im Schwarzen Meer inzwischen wieder ihre Nationalflagge gehisst. Die Insel war nach Kriegsbeginn von Russen besetzt worden, die Truppen zogen vor einer Woche nach ukrainischen Angriffen wieder ab.

Unterdessen hoben die Präsidenten Polens und Litauens im Grenzgebiet zur russischen Exklave Kaliningrad die Verteidigungsbereitschaft ihrer Länder hervor. Nach einem Besuch bei der Multinationalen Division Nord-Ost im polnischen Szypliszki mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda sagte Litauens Präsident Gitanas Nauseda:

"Wir alle verstehen, dass diese Region besonders fragil ist und dass die Augen eines Angreifers auf diesen Ort gerichtet sein können.“

Litauen hat wegen der Sanktionen der EU im Zuge von Russlands Krieg gegen die Ukraine den Warentransit nach Kaliningrad eingeschränkt. Betroffen sind etwa Luxusgüter und Stahlerzeugnisse, die einen Großteil der blockierten Waren ausmachen.

Beide Politiker unterstrichen ihr Engagement für die Sicherheit der Landenge und betonten, dass sie unter dem Schutz des stärksten Militärbündnisses der Welt, der Nato, stehe. Mit der geplanten Verstärkung der Ostflanke der Nato werde sich die Zahl der in der Region stationierten Soldaten von derzeit 40.000 auf 300.000 erhöhen.