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Wird Österreichs Sommerskitourismus bald Geschichte sein?

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Von Euronews
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Skifahren im Sommer: das geht am Hintertuxer Gletscher im Zillertal
Skifahren im Sommer: das geht am Hintertuxer Gletscher im Zillertal   -   Copyright  Screenshot EBU

365 Tage Schnee-Spaß und ganzjähriges Skivergnügen: das verspricht die Webseite des Hintertuxer Gletscher im Zillertal. Während viele Urlauber:innen sich am Meer aalen, trifft man hier auf eingefleischte Ski- und Snowboardfans, die bei hochsommerlichen Temperaturen von bis zu 40 Grad im Tal den Gletscher bevorzugen.

"Es ist mein 50. Geburtstag, es steht schon lange auf meiner Wunschliste, im Juli Ski zu fahren. Das ist der einzige Ort an dem das tun kann, mit 365 Tagen Schneegarantie im Jahr - der einzige Ort weltweit", sagt Anthony Hibbeln aus Chicago.

Allerdings kommen viele der Sommerskifahrer:innen zum Training auf den Hintertuxer Gletscher - und die Konditionen sind alles andere als ideal, trotz bestmöglicher Präparation der Pisten: "Eigentlich war es ganz lustig, aber die Bedingungen sind schwierig. Es ist nicht schön, kniehoch im Wasser zu stehen... aber für den Unterricht war es okay."

Eine Wintersaison mit wenig Schnee und der wegen immer höheren Temperaturen schnell schmelzenden Gletscher hat auch in Österreich die Diskussion um den Sommerskitourismus neu entfacht. Denn neben negativen Auswirkungen auf die Natur besteht auch hier die Gefahr eines Gletscherrutsches.

"Es ist ein bisschen kritisch, weil wir damit die Berge beschädigen - gerade ein paar Tage, nachdem ein Gletscher in den Alpen eingebrochen ist. Ich würde verstehen, wenn sie in den nächsten Monaten oder Jahren beschließen würden, damit aufzuhören", findet Lasse Hansen, der eine Ausbildung zum Snowboardlehrer absolviert hat.

Doch bis dahin genießen Schneeliebhaber:innen ersteinmal weiterhin die angenehm kühlen Temperaturen auf dem Hintertuxer Gletscher.