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39-Jähriger wird in Adriastadt Civitanova Marche totgeprügelt - einige filmen, niemand greift ein

Erinnern an den getöteten Alika Ogorchukwu in Civitanova Marche in Italien
Erinnern an den getöteten Alika Ogorchukwu in Civitanova Marche in Italien Copyright Chiara Gabrielli/Copyright 2022The Associated Press. All rights reserved
Copyright Chiara Gabrielli/Copyright 2022The Associated Press. All rights reserved
Von Kirsten RipperEuronews mit Repubblica, Twitter
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der Schock ist enorm, nachdem in Italien ein Mann in der Adriastadt Civitanova Marche brutal erschlagen worden ist. Viele haben offenbar einfach zugesehen.

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Am Freitag hat im italienischen Küstenort Civitanova Marche ein junger Mann (32) einen behinderten Straßenhändler auf dem Bürgersteig zu Fall gebracht und niedergerungen, bis das 39 Jahre alte Opfer tot war. Das berichtet La Repubblica. Wie auf einem Video der grausamen Szene zu sehen sein soll, schauten mehrere Menschen zu. Einige forderten offenbar die anderen dazu auf, die Polizei zu rufen oder sie sagten, der Angreifer solle aufhören. Doch der Straßenhändler Alika Ogorchukwu aus Nigeria, der mit seiner Frau und seinem Kind in Italien lebte, stirbt noch vor Ort.

Inzwischen macht die gewaltsame Szene mitten im Wahlkampf weit über Italien hinaus Schlagzeilen. 

Viele verweisen darauf, dass die extreme Rechte seit Jahren zum Hass gegen Ausländer aufstachele. An diesem Samstag üben sich die Rechtsextremen Giorgia Meloni und Matteo Salvini in den sozialen Medien in Zurückhaltung.

Das Video des Kampfes wurde auch auf TikTok veröffentlicht.

Die Botschaft Nigerias in Italien kündigt an, sie arbeite mit der italienischen Justiz zusammen.

"Wir sind alle schuld"

Davide Calabria, der Kapitän des AC Mailand, hat eine Solidaritätsbotschaft auf Instagram veröffentlicht. Er schreibt zum Tod von Alika Ogorchukwu: "Wir sind alle schuld an einer Gesellschaft, die sich zunehmend auf Hass und Gleichgültigkeit konzentriert. Von einer immer beschämenderen politischen Klasse, deren erster Gedanke ist, diejenigen zu diskreditieren, die nicht so denken wie sie, anstatt sich auf die wirklichen Probleme unseres Landes zu konzentrieren, um sie zu lösen. Von Politikern, die mehr und mehr an ihre eigene Macht denken als daran, sich selbst und einer zunehmend notleidenden Bevölkerung zu helfen."

Der 25-jährige Fußballprofi spricht Alikas Familie sein Beileid aus und hofft, dass der Tote in Frieden ruhen kann - in einer besseren Welt als der unseren.

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