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15000 € Kaution: So will ein Bürgermeister rücksichtslose Kletterer vom Mont Blanc fernhalten

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Von Juliane Sprick
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Der Mont Blanc - der höchste Berg Europas.
Der Mont Blanc - der höchste Berg Europas.   -   Copyright  Patrick Gardin/AP

Wird das Erklimmen des Mont Blancs künftig 15.000 Euro kosten? Eine Kaution in dieser Höhe würde Jean-Marc Peillex gerne von den Bergsteigern verlangen. Er ist Bürgermeister der französischen Gemeinde Saint-Gervais am Fuße des höchsten Bergs der Alpen an der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Doch warum genau, fordert der Bürgermeister so eine hohe Summe?

"Es ist eine Möglichkeit, darauf aufmerksam zu machen. Es muss jedem klar sein, dass es Konsequenzen haben muss, wenn es Idioten gibt, die sich über die Regeln hinwegsetzen. Einerseits für sie persönlich, denn sie können sterben. Andererseits müssen sich Retter auf den Weg machen, um ihre Leiche zu suchen oder sie zu retten", so Jean Marc Peillex. 10.000. Euro würde er für die Rettung veranschlagen, 5000 für eine Beerdigung.

Bereits seit Mitte Juli wird vom Aufstieg abgeraten, allerdings setzen sich immer wieder Leute darüber hinweg. Im Sommer steigt durch die Trockenheit die Gefahr der Felsstürze. Der Berg gilt als der tödlichste der Welt.

Die Gemeinde orientiert sich mit der Regelung am italienischen Aostatal. Dort ist eine Rettung kostenpflichtig, wenn sie auf fahrlässiges Verhalten zurückgeht. Daran möchte Peillex anknüpfen: "Das soll nicht heißen, dass Rettung im Allgemeinen nicht kostenfrei bleiben soll. Aber nicht für jene, die Risiken eingehen oder sich über Verbote hinwegsetzen. Also diejenigen, die, wie im Aostatal, die auf frischer Tat ertappt werden, die müssen zahlen."

Juristisch wird es mit der Kautionsforderung schwierig. Um die Zahl der Verunglückten dennoch einzuschränken, wurden nun die Hütten Tête Rousse und Goûter einer der meist frequentiertesten Routen am Mont Blanc geschlossen.