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Militärmanöver vor Taiwan: Chinas Muskelspiele gehen weiter

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Von euronews  mit AFP, AP, dpa
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Militärmanöver in der Taiwanstraße
Militärmanöver in der Taiwanstraße   -   Copyright  Lin Jian/Xinhua via AP

China hat seine großangelegten Manöver um Taiwan am Sonntagmorgen fortgesetzt. An der chinesischen Küste beobachteten Menschen die Militärübungen, an der unter anderem Kampfjets beteiligt sind.Taiwan verurteilte die Übungen als „unverantwortliche Bedrohung“ für die gesamte Region.

China hatte die Manöver als Reaktion auf den Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, diese Woche in Taipeh gestartet. Die Übungen sollen an diesem Sonntag enden.

China wirft USA Einmischung vor

Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums schrieb auf Twitter, die USA hätten Pelosis Besuch verhindern müssen. Es handele sich um eine Einmischung in interne Angelegenheiten.

Tweet von Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums

Die USA bezeichneten Chinas Vorgehen als provokativ und unverantwortlich. US-Außenminister Antony Blinken sagte: „Fast die Hälfte der weltweiten Container-Flotte, knapp 90 Prozent, passieren dieses Jahr die Taiwan-Straße (Meerenge zwischen Taiwan und China). Seit dem Abschuss der chinesischen Raketen hat Peking einen nie da gewesenen, unverantwortlichen Schritt unternommen." China breche die Zusammenarbeit in acht Bereichen ab, in denen die beiden Länder kooperieren konnten.

Unterstützung für China aus Moskau

Russlands Außenminister Sergej Lawrow stellte sich bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen am Freitag hinter China. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beschrieb Lawrow Moskaus Allianz mit Peking der Agentur Interfax zufolge als „Stützpfeiler“ des Völkerrechts.