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"Neue Ära" - EU feiert Gas-Pipeline zwischen Bulgarien und Griechenland

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Von Euronews mit dpa. AP
Ursula von der Leyen an diesem Samstag in Sofia bei der Pipeline-Einweihung
Ursula von der Leyen an diesem Samstag in Sofia bei der Pipeline-Einweihung   -   Copyright  Visar Kryeziu/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.   -  

Mit einer feierlichen Zeremonie in Sofia ist eine Gas-Pipeline zwischen Bulgarien und Griechenland offiziell eingeweiht worden. Neben EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nahmen auch mehrere Staats-und Regierungschefs südosteuropäischer Länder und der Präsident Aserbaidschans, Ilham Aliyev, teil.

Von der Leyen sagte bei ihrer Rede in Sofia, das Projekt bedeute "Freiheit von der Abhängigkeit vom russischen Gas". Und weiter: "Für Bulgarien und Südosteuropa beginnt eine neue Ära. Früher bezog Bulgarien 80 Prozent seines Gases aus Russland. Das war, bevor Russland beschloss, einen grausamen Krieg gegen die Ukraine und einen Energiekrieg gegen Europa zu führen. Diese Pipeline ist ein entscheidender Wendepunkt. Sie ist ein Wendepunkt für Bulgarien und die Energiesicherheit Europas."

Bulgarien jetzt auch mit Italien verbunden

Die 182 Kilometer lange Gas-Pipeline wurde im Juli fertiggestellt. Sie verläuft zwischen der nordgriechischen Stadt Komotini und dem zentralbulgarischen Stara Sagora. Die EU-Kommission förderte das Projekt seit dem Jahr 2009 mit rund 250 Millionen Euro. Durch die Verbindung könne der gesamte bulgarische Jahresverbrauch an Gas gedeckt werden, sagte von der Leyen.

Die Pipeline hat eine jährliche Kapazität von drei bis fünf Milliarden Kubikmetern Gas. Sie verbindet Bulgarien mit der Trans Adria Pipeline Tap, die Erdgas von Aserbaidschan über die Türkei nach Griechenland und weiter nach Italien verbreitet.

Mehrere Medien berichten,  dass bis 2027 die Gaslieferungen aus Aserbaidschan an die EU verdoppelt werden sollen.