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226. Kriegstag: Wie Russland auf die ukrainische Gegenoffensive reagiert

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Von Oleksandra Vakulina  & Euronews
Euronews-Redakteurin Sasha Vakulina vor der animierten Ukraine-Karte
Euronews-Redakteurin Sasha Vakulina vor der animierten Ukraine-Karte   -   Copyright  Euronews/screengrab   -  

Euronews-Redakteurin Sasha Vakulina beschreibt anhand von Grafiken und Simulationen den aktuellen Verlauf der ukrainischen Gegenoffensive und die russische Reaktion.

"Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Gegenoffensive im Nordosten und im Süden des Landes fort. Allein in der südlichen Region Cherson sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selensky seit Monatsbeginn über 500 Quadratkilometer Gebiet befreit worden.

Ukrainische Offizielle in Dnipro, Mykolajiw und Saporischschja stellten fest, dass Russland den Beschuss dieser Regionen verstärkt.

Die Denkfabrik Institute for the Study of War geht davon aus, dass Russlands Einsatz von Drohnen aus iranischer Produktion nicht zu asymmetrischen Effekten führt wie der ukrainische Einsatz von HIMARS-Systemen der USA, die von den USA zur Verfügung gestellt wurden. Der Verlauf des Krieges werde dadurch wahrscheinlich nicht wesentlich beeinflusst.

Die Denkfabrik ist überzeugt: Die russischen Streitkräfte scheinen die iranischen Drohnen nicht auf asymmetrische Knotenpunkte in der Nähe des Schlachtfelds zu richten. Sie haben viele Drohnen gegen zivile Ziele in rückwärtigen Gebieten eingesetzt, wahrscheinlich in der Hoffnung, durch Terror nichtlineare Effekte zu erzielen."

Die ukrainischen Streitkräfte setzten offenbar ihre Gegenoffensive in der nordöstlichen Region Charkiw in der Nähe von Kupjansk fort und auch ihre Operation gegen russische Stellungen entlang der Straße Kreminna-Swatove in der westlichen Region Luhansk. Davon geht das Institute for the Study of War aus.

Die russischen Truppen weiteten ihre Bodenangriffe in der Region Donezk aus und erzielten wahrscheinlich weitere Fortschritte bei Bachmut.

Führende Offizielle der selbsternannten Volksrepublik Donezk (DVR) erklärten, drei Siedlungen in der Nähe von Bachmut seien von ukrainischen Streitkräften in Donezk zurückerobert worden.

In der Südukraine errichteten russische Truppen nach Überzeugung des Institute for the Study of War wahrscheinlich Verteidigungspositionen in der Region Ober-Cherson, nachdem die russische Linie im Nordosten Chersons zusammengebrochen war.

Die russischen Truppen sind entschlossen, Cherson so lange wie möglich zu halten, denn die Stadt ist die einzige Regionalhauptstadt, die Moskau seit dem 24. Februar einnehmen konnte.

Weitere Quellen • Institute for the Study of War