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Der letzte Trumpf: Finanzminister Jeremy Hunt soll für Liz Truss die Kohlen aus dem Feuer holen

Jeremy Hunt verlässt Downing Street 10, nachdem er zum neuen Schatzkanzler ernannt wurde (14. Oktober 2022)
Jeremy Hunt verlässt Downing Street 10, nachdem er zum neuen Schatzkanzler ernannt wurde (14. Oktober 2022) Copyright Stefan Rousseau/PA
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Von Euronews mit DPA/AP
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Seine Ernennung als Ersatz für den geschassten Kwasi Kwarteng wird von vielen als letzter Versuch der Tory-Chefin gewertet, die aufgescheuchten Finanzmärkte und die Kritik in den eigenen Reihen zu beruhigen.

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Er ist der Mann, der für die angeschlagene britische Premierministerin Liz Truss die Kohlen aus dem Feuer holen soll, der neue Finanzminister Jeremy Hunt.

Seine Ernennung als Ersatz für den geschassten Kwasi Kwarteng wird von vielen als letzter Versuch der Tory-Chefin gewertet, die aufgescheuchten Finanzmärkte und die Kritik in den eigenen Reihen zu beruhigen.

Prognosen im Blindflug

Der neue Schatzkanzler versucht die Wogen zu glätten - in dem er zugesteht, dass die Truss-Regierung Fehler gemacht habe. "Es war ein Fehler, Steuer- und Sparmaßnahmen zu fordern und gleichzeitig den Spitzensteuersatz zu senken. Es war ein Fehler, im Blindflug Prognosen zu machen, ohne das Vertrauen der Menschen in den Staatshaushalt herzustellen, das hat die Premierministerin eingesehen. 

Aus diesem Grund bin ich hier. Und was wir jetzt brauchen, ist, dass ich dem Parlament und den Märkten zeige, dass wir unsere Steuer- und Ausgabenpläne in die richtige Reihenfolge bringen."

"Je schneller sie sie loswerden, desto besser"

Aber ob die Tories damit noch das Vertrauen der Wähler genießen, ist fraglich. Auf dem Biomarkt in Stroud im südwestenglischen Gloucestershire sind die Meinungen eher negativ. Eine Kunde, Andy Soutar, sagt: "Sie scheinen von einem Extrem ins andere zu fallen. Es gibt keine langfristige Politik, es scheint eher eine Art Kurzschlusshandlung zu sein. Was wir brauchen, ist eine langfristige Politik, die die Dinge hoffentlich in Ordnung bringt."

Barbara Clarke, die in Stroud eine Buchhandlung betreibt, meint, das Ganze sei lächerlich. "Früher war ich Mitglied der Tory-Partei, aber jetzt bin ich es nicht mehr. Sie haben für sie (Premierministerin Liz Truss) gestimmt. Die Abgeordneten haben es nicht getan. Je schneller sie sie loswerden, desto besser."

Eine Passantin sieht viele Fehler bei den Tories. "Ich denke, sie haben zu viel falsch gemacht und es ist zu spät." Eine andere Frau fügt hinzu, Truss habe zu schlecht angefangen. "Und jetzt tut sie alles, um das auszugleichen, aber...Ich persönlich denke, dass es Wahlen geben sollte." Buchhändlerin Clarke vermutet: "Dieser Wahlkreis wird dann wohl an Labour verloren gehen."

Labour sieht Tories am Ende

Für die oppositionelle Labour-Partei ist die erneute Unruhe bei den Tories ein gefundenes Fressen. Labour-Chef Keir Starmer sagt, die Konservativen seien angesichts der Lebenshaltungskostenkrise am Ende. "Selbst sie wissen, dass sie das Chaos, das Liz Truss angerichtet hat, nicht beheben können. Und tief im Inneren wissen sie noch etwas anderes: Dass sie nicht länger über das Mandat der Briten verfügen."

Hunt hat angedeutet, dass er einen Großteil des ursprünglichen Mini-Budgets von Truss rückgängig machen könnte, wenn er am 31. Oktober den neuen Haushalt ankündigt. Er warnte auch vor Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, sagte aber, es werde keine Rückkehr zur Sparpolitik der Vergangenheit geben.

Ob das Liz Truss an der Spitze ihrer Partei und Regierungschefin retten kann, sei dahingestellt.

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