EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

Zu viele Kröten geschluckt? Grüne Jugend kritisiert Parteispitze

Die Basis der Grünen hat in Bonn für viele Kompromisse gestimmt, doch die Jungen sind damit nicht  zufrieden
Die Basis der Grünen hat in Bonn für viele Kompromisse gestimmt, doch die Jungen sind damit nicht zufrieden Copyright INA FASSBENDER/AFP
Copyright INA FASSBENDER/AFP
Von Euronews mit ARD via EBU
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Beim Parteitag in Bonn hat die Basis die Kompromisse der Spitze abgesegnet, doch die Grüne Jugend sieht das sehr kritisch und sorgt sich um den Kampf gegen den Klimawandel.

WERBUNG

Auf dem Parteitag der Grünen in Bonn hat die Basis viele Kröten geschluckt und Kompromisse der Parteispitze und der Minster:innen zu AKWs, Waffenlieferungen und Kohle abgesegnet. Doch vor allem von den Jungen - wie der Klimaaktivistin Luisa Neubauer - gab es Kritik.

"Eure Kinder verzweifeln an der eigenen Zukunft"

Grünen-Mitglied Luisa Neubauer, die schon zuvor die Politik ihrer Partei in Sachen Klimaschutz als unzureichend bemängelt hatte - sagte:"Realität ist, dass in jedem Augenblick, in dem jemand hier im Raum sagt: 'Wir machen doch schon' oder 'Das ist doch ein gute Schritt fürs Klima' irgendeines Eurer Kinder an der eigenen Zukunft verzweifelt."

Es ist die Summe der Entscheidungen gegen das Klima, die mir Sorgen bereitet.
Timon Dzienus
Sprecher der Grünen Jugend

Auch der Vorsitzende der Grünen Jugend warnte vor zu vielen Kompromissen.Timon Dzienus erklärte: "All das macht mir Sorgen: Sorgen, dass wir unsere Klimaziele aus den Augen verlieren. Es ist die Summe der Entscheidungen gegen das Klima, die mir Sorgen bereitet - und mir bereitet es auch Sorgen, dass wir den Schulterschluss mit der Klimabewegung verlieren."

INA FASSBENDER/AFP
Baerbock, Habeck und Nouripour auf dem Parteitag in BonnINA FASSBENDER/AFP

Am knappesten fiel das Votum zum Ausstieg aus der Kohle mit dem von RWE geplanten Abbaggern des Dorfes Lützerath aus - doch die Grünen-Spitze zeigte sich zufrieden.

Während Luisa Neubauer und Timon Dzienus nach Lüzterath reisten und sich vor Ort mit der Protestbewegung solidarisch erklärten.

Allerdings gibt es die Protestbewegung "Lützerath bleibt" oder "Lützi bleibt" weiterhin.

 Und vor dem Tagungszentrum der Grünen in Bonn gab es einen kleinen Protest.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Habeck will zwei AKWs bis April 2023 weiterlaufen lassen

Polizei gegen Kohlegegner in Garzweiler: Mehrere Verletzte

Scholz geht mit neuer Härte gegen irreguläre Migration vor - mit Absichtserklärungen