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Proteste und Streiks in Frankreich: "Zum Glück hab ich keine kleinen Kinder"

Euronews-Korrespondentin Anelise Borges bei den Protesten in Paris in Frankreich
Euronews-Korrespondentin Anelise Borges bei den Protesten in Paris in Frankreich Copyright Euronews
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Von Anelise BorgesEuronews
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Euronews-Korrespondentin @AneliseBorges hat die Menschen befragt, die in Paris gegen Frankreichs Regierung und gegen die teuren Preise protestiert haben.

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Ein Aufschrei vieler Menschen ist in der Hauptstadt Frankreichs zu hören. Sie beklagen hohe Preise und erklären, dass sie nicht mehr über die Runden kommen. Euronews-Korrespondentin hat mit den Menschen gesprochen, die dem Aufruf der linken Partei "La France Insoumise", auf die Straße zu gehen, gefolgt sind.

Abdel Kader, der bei einem Logistik-Unternehmen arbeitet, erklärt: "Was wir jeden Tag ausgeben müssen, das wird immer schwieriger. Selbst für die Mittelschicht... die meisten Leute haben ab dem 5. oder dem 10. nach dem Lohn nichts mehr auf dem Konto und müssen den Kredit spielen lassen."

Laurent ist selbstständig und klagt über die Inflation der Lebensmittelpreise: "Die Preise für das Nötigste: Essen, Früchte, Gemüse sind stark gestiegen. Gestern war ich auf dem Markt, ein Kilo Trauben für sechs oder sieben Euro. 250 Gramm Butter für drei Euro. Das ist sehr konkret."

Zum Glück habe ich keine kleinen Kinder, weil ich sie nicht anständig ernähren könnte.
Sylvie
Arbeitslose in Paris

Sylvie ist arbeitslos. Sie meint: "Zum Glück habe ich keine kleinen Kinder, weil ich sie nicht anständig ernähren könnte. Diese Situation macht mir Angst für die Kleinen und für die kommenden Generationen."

Laut der Linken, die den Protest organisiert hat, waren 140.000 Menschen bei dem Protest dabei.

Es kam auch zu kleineren Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften.

Die Polizei und Sondereinheiten teilten den Protestmarsch in zwei Gruppen auf - dabei wurde auch Pfefferspray eingesetzt.

Eine ältere Dame regt sich darüber auf, dass sie und die Mitdemonstrierenden ins Tränengas geraten sind. 

Sie sagt: "Wir waren ganz friedliche, haben nichts gemacht und sie benutzen Tränengas. Das können wir uns nicht gefallen lassen."

Die Regierung beteuert, sie tue ihr Möglichstes für die Menschen, aber die Protestierenden sehen das anders und wollen auch gegen die geplante Rentenreform Widerstand leisten. An diesem Dienstag gibt es einen branchenübergreifenden Streik - bei der französischen Bahn SNCF, beim Nahverkehr in Paris sowie im öffentlichen Dienst.

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