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Selenskyj: Russland behindert Getreideexporte über Schwarzes Meer

Ein Frachter im Hafen von Odessa am 29.07.2022
Ein Frachter im Hafen von Odessa am 29.07.2022 Copyright David Goldman/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
Copyright David Goldman/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit AP, dpa
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Der ukrainische Präsident Selenskyj wirft Moskau vor, die Nahrungsmittelkrise durch gezielte Behinderungen der Exporte über das Schwarze Meer zu schüren.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zunehmende Probleme bei den mit Russland vereinbarten Getreideexporten über das Schwarze Meer beklagt. Es gebe einen künstlichen Stau von 150 Schiffen, weil Russland absichtlich deren Passage verhindere, sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videobotschaft.

Der Feind unternehme alles, um die Lebensmittelexporte der Ukraine zu verlangsamen, sagte Selenskyj. Er warf Russland vor, auf diese Weise eine Lebensmittelkrise und soziale Spannungen in der Welt hervorrufen zu wollen. Die Vereinbarung war unter Vermittlung der Türkei un dder UN im Juli geschlossen worden. Sie ist auf vier Monate angelegt. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach in Bezug auf das Getreideabkommen kürzlich von "Abzocke".

Nach Darstellung Selenskyjs will Russland erreichen, dass sich zahlreiche Menschen aufgrund von Lebensmittelknappheit auf den Weg in die EU machen: "Während der Durchführung unserer Getreideinitiative haben wir aufgrund der russischen Langsamkeit etwa drei Millionen Tonnen Lebensmittel zu wenig exportiert. Und das ist die jährliche Verbrauchsmenge von 10 Millionen Menschen."

Der ukrainische Präsident lobte seine Armee, die Fortschritte im Kampf gegen die Russen mache und begrüßte die Eroberung russischer Militärausrüstung in der südlichen Region Cherson, wo eine ukrainische Gegenoffensive läuft.

Menschen  verlassen scharenweise Cherson

Aus der Region Cherson kommend, sind viele Menschen auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim eingetoffen. Moskau beschuldigt Kiew, den Beschuss von fliehenden Zivilistinnen und Zivilisten angeordnet zu haben. Dabei sollen nach russischen Angaben mindestens vier Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden sein, unter ihnen auch Mitarbeitende eines Fernsehsenders.

Eine ukrainische Militärsprecherin räumte den Beschuss einer Brücke über den Fluss Dnipro ein, dieser sei aber während einer von Russland verhängten Ausgangssperre erfolgt.

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