Präsidentschaftswahlen in Brasilen: Bolsonaros schussfreudige Freunde

Schussgewaltiger Wahlkampf in Brasilien
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Von Frank Weinert
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In Brasilien liegen die politischen Nerven blank: Ein Politiker griff Bundespolizisten an, die ihn in seinem Haus festnehmen wollten.

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In Brasilien liegen die politischen Nerven offenbar blank: Ein Politiker griff Bundespolizisten an, die ihn in seinem Haus festnehmen wollten, und löste damit eine stundenlange Polizeiaktion aus.

Roberto Jefferson, ehemaliger Abgeordneter und Parteigänger von Präsident Bolsonaro, stand bereits unter Hausarrest, weil er Drohungen gegen Richter ausgesprochen hatte. Jefferson schoss mit einem Gewehr auf die Polizei und warf Granaten. Zwei Beamte wurden vor seinem Haus im Bundesstaat Rio de Janeiro verletzt.

Dazu Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien: „Wer auf Polizeibeamten schießt, wird wie ein Krimineller behandelt. Ich solidarisiere mich mit den Polizisten, die bei diesem Vorfall verletzt wurden.“

Bolsonaro distanziert sich von seinem früheren Weggefährten. Auch der ehemalige Präsident Lula da Silva hat das Verhalten des früheren Abgeordneten verurteilt: „Die Beleidigungen, die dieser Bürger – ich ziehe es vor, seinen Namen nicht zu nennen – geäußert hat, sind inakzeptabel für alle, die die Demokratie und die Wahrheit lieben und andere respektieren!“

Jefferson hatte sich vor zwei Jahren als „guten Freund“ Bolsonaros bezeichnet. Der Präsident bestritt jedoch, persönliche Verbindungen zu dem Ex-Abgeordneten zu unterhalten. Brasilianische Medien veröffentlichten allerdings mehrere Fotos aus der Zeit seit Bolsonaros Amtsantritt im Jahr 2019, die den Staatschef zusammen mit Jefferson zeigen.

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