"Wir wollen diesen großen Papst würdigen": Menschen verabschieden sich von Benedikt XVI.

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Von Giorgia Orlandi  & Euronews
Trauernde stehen Schlange, um den Leichnam des verstorbenen emeritierten Papstes Benedikt XVI. zu sehen, der im Petersdom im Vatikan aufgebahrt ist
Trauernde stehen Schlange, um den Leichnam des verstorbenen emeritierten Papstes Benedikt XVI. zu sehen, der im Petersdom im Vatikan aufgebahrt ist   -   Copyright  Alessandra Tarantino/AP Photo

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist im Petersdom aufgebahrt. Sein Leichnam wurde am Montag in die Basilika überführt. Drei Tage lang hatten die Menschen die Möglichkeit, dem ehemaligen Pontifex die letzte Ehre zu erweisen.

Mehr als 60.000 Menschen kamen am ersten Tag nach Rom, um sich von Benedikt XVI. zu verabschieden, der als erster Papst seit 600 Jahren zurücktrat. Auch nach seinem Abdanken im Jahr 2013 blieb er im Vatikan.

Viele Menschen sind eigens nach Rom gekommen, um ihre Trauer zu zeigen, andere waren bereits in der Stadt. Viele wollen auch an diesem Donnerstag an der Beerdigung teilnehmen, die von Papst Franziskus im Petersdom geleitet wird. Es ist das erste Mal, dass ein Papst von seinem Nachfolger beerdigt wird.

"Ein großer Theologe, ein echtes Vorbild"

Euronews sprach mt Besucherinnen und Besuchern, die in die italienische Hauptstadt gereist sind. Ein Mann sagt, dass sie für die Beerdigung mit dem Bus aus Bayern gekommen seien. Es sei das letzte Mal, dass sie ihn persönlich hätten sehen können. Er sei ein großer Theologe und ein echtes Vorbild gewesen.

Eine Frau erklärt, sie sei extra aus Rumänien gekommen, weil sie die Arbeit von Papst Benedikt XVI. immer verfolgt habe. "Ich war schon einige Male in Rom, doch ich habe ihn nicht sehen können. Nun bin ich hierhergekommen, um mich von ihm zu verabschieden."

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Rom

Eine andere Besucherin sagt, dass sie nicht geschafft hätten, ihn in der Basilika liegen zu sehen. "Deshalb wollen wir bis morgen bleiben und an der Beerdigung teilnehmen und diesen großen Papst würdigen."

Während sich der Vatikan auf das Begräbnis am Donnerstag vorbereitet, sind die Sicherheitsvorkehrungen in der italienischen Hauptstadt erhöht worden. Rund 1000 Polizeibeamte werden auf den Straßen Roms im Einsatz sein - über dem Vatikan gilt eine Flugverbotszone.

Mitglieder:innen der europäischen Königshäuser und Vertreter:innen der christlichen Kirchen in der ganzen Welt werden nach Italien reisen, um an dem Ereignis teilzunehmen. Obwohl sich der emeritierte Papst Benedikt XVI. ein schlichtes Begräbnis wünschte, wird das Ereignis in die Geschichte eingehen.