Gibt es ihn wirklich? Ommeren sucht den Weltkriegsschatz

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Von euronews
Fein säuberlich fertigte der Soldat die Zeichnung an
Fein säuberlich fertigte der Soldat die Zeichnung an   -   Copyright  Peter Dejong/Copyright 2023 The AP. All rights reserved

Ein Dorf in den Niederlanden, eine handgezeichnete Karte und ein Schatz, der hier möglicherweise seit fast 78 Jahren unter der Erde schlummert. So zumindest lassen sich Unterlagen eines deutschen Soldaten deuten, die das niederländische Nationalarchiv kürzlich veröffentlichte. Seitdem ist in Ommeren im Gelderland nichts mehr, wie es vorher war.

Marco Roodveldt, Einwohner von Ommeren, berichtet: „Das ist natürlich eine spektakuläre Nachricht, die das ganze Dorf in Aufregung versetzt hat. Aber nicht nur unser Dorf, auch Leute, die nicht von hier kommen. Denn alle möglichen Leute haben begonnen, dort zu graben, wo sie den Schatz vermuten.“

Ob es den Schatz wirklich gibt, ist unklar. Der einzige Hinweis ist die Aussage eines unbenannten deutschen Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden stationiert war. Die niederländischen Behörden verhörten ihn nach dem Kriegsende.

Annet Waalkens vom niederländischen Nationalarchiv erläutert: „Dieser deutsche Soldat sagt in seiner Zeugenaussage, dass seine Kompanie im August 44 in Arnheim war, als es einen Bombenangriff gab. Eine Bank und auch deren Tresorraum wurde getroffen, alle Besitztümer lagen auf der Straße. Sie steckten ein, was sie kriegen konnten, und bewahrten es in Munitionskisten auf, verpackten alles und hielten es mehrere Monate lang versteckt. Aber dann, im April '45, als die Alliierten anrückten, wurde es ihnen zu heiß. Sie beschlossen, den Schatz an Ort und Stelle zu vergraben."

Bereits 1947 machten sich die niederländischen Behörden auf die Suche, auch sie nutzen die Aufzeichnungen des Soldaten. Fündig wurden sie nicht.