Entsetzen über Messerattacke mit 2 Toten im Regionalzug in Schleswig-Holstein

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Von Euronews
Ermittlungen bei Brokstedt in Norddeutschland nach Messerangriff im Regionalzug
Ermittlungen bei Brokstedt in Norddeutschland nach Messerangriff im Regionalzug   -   Copyright  Jonas Walzberg/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

In einem Regionalzug von Kiel nach Hamburg ist es zu einem Messerangriff gekommen. Zwei Menschen wurden getötet, sieben weitere verletzt.  Kurz vor dem Bahnhof Brokstedt sei ein Mann mit einem Messer auf die Passagiere des Zuges losgegangen, wie ein Sprecher der Bundespolizei erklärte. 

Die ersten Notrufe waren gegen 14 Uhr 55 eingegangen. Laut Medienberichten brach unter den Passagieren des Regionalzugs Panik aus. Zum Zeitpunkt des Angriffs seien rund 120 Menschen in dem Zug gewesen. Auf Benachrichtigung wurde der Zug gestoppt, worauf sich das Geschehen auf den Bahnsteig verlagert habe, so eine Polizeisprecherin

Nach  Polizeiangaben war es Mitreisenden gelungen, den Mann zu überwältigen. Die Beamten konnten  ihn am Bahnhof Brokstedt festnehmen. 

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen staatenlosen Palästinenser, wie Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) am Mittwoch erklärte. Nach Angaben der Polizeidirektion Itzehoe ist der Tatverdächtige 33 Jahre alt.

Es gab erste Hinweise, dass der mutmaßliche Angreifer geistig verwirrt sein könnte. Nach vorläufigen Erkenntnissen war er in Norddeutschland bislang nicht als Extremist aufgefallen. 

Entsetzen in Schleswig-Holstein

Die Bundesbahn informierte auf Twitter über den Vorfall und Zugausfälle in Zusammenhang mit der Gewalttat. Der Bahnhof Brokstedt wurde im Zuge der Ermittlungen gesperrt. Am Mittwochabend wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Jonas Walzberg/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Ermittlungen nach der Gewalttat im Regionalzug bei BrokstedtJonas Walzberg/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

"Es ist ganz furchtbar, wir sind ganz erschrocken und entsetzt, dass sowas passiert ist", sagte Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack am Nachmittag der Gewalttat.

"All unsere Gedanken sind bei den Opfern dieser furchtbaren Tat und ihren Familien", twitterte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und sprach von einer "erschütternden Nachricht".

"Schleswig-Holstein trauert - das ist ein furchtbarer Tag", erklärte Schleswig-Holsteins  Ministerpräsident Daniel Günther in Kiel, es sei eine schreckliche und sinnlose Tat.

Die Deutsche Bahn teilte am Abend mit: "Den Angehörigen der Opfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Den Verletzten wünschen wir eine baldige und vollständige Genesung."