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Nach 140 Stunden Erdbeben-Martyrium: 25-jährige Fatma in Konya in der Türkei gerettet

In mehreren türkischen Städten laufen die Rettgungsarbeiten weiter auf Hochtouren - wie hier in Antakya
In mehreren türkischen Städten laufen die Rettgungsarbeiten weiter auf Hochtouren - wie hier in Antakya Copyright Petros Giannakouris/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
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Von Anelise BorgesEuronews
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Auch über eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien werden Verschüttete lebend geborgen. Aber es werden weniger. Euronews-Korrespondentin Anelise Borges begleitete eine Rettungsmannschaft der Feuerwehr in der türkschen Stadt Konya.

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Trotz eisiger Temperaturen haben Rettungs- und Bergungskräfte in der Türkei auch noch eine Woche nach den Erdbeben Überlebende entdeckt. In der Provinz Hatay wurden unter anderem ein siebenjähriger Junge und eine 62-Jährige geborgen.,

In der Stadt Adimayan musste ein Zehnjähriger 158 Stunden auf seine Rettung warten. In der Stadt Konya arbeiteten die Einsatzkräfte 24 Stunden ununterbrochen, um die aus Syrien stammende Fatma zu befreien. Ihr Martyrium dauerte insgesamt 140 Stunden.

Abid Zengin von der Feuerwehr von Konya sagte nach der gelungenen  Rettung gegenüber Euronews-Korrespondentin Anelise Borges: "Ich bin sehr froh, dass wir eine weitere Überlebenden gefunden haben. Wir hoffen, dass wir bald noch mehr finden werden. Ich hoffe, dass wir noch mehr Menschen in diesem Gebäude finden werden. Wir werden weiterarbeiten. Wir werden nicht aufhören."

Und sie haben noch eine weitere Nacht durchgehalten. Es war bereits die fünfte in Folge für die Rettungs-Bergungstrupps in Konya. Später, als Anelise Borges dieselbe Gruppe von Feuerwehrleuten traf, eilte sie bereits zu einer anderen Suchstelle.

Feuerwehr: "Wie ein Alptraum"

Bei Tageslicht ist das Ausmaß der Verwüstung durch die beiden schweren Erdbeben, die vor einer Woche die Türkei und Syrien erschütterten, selbst für die Erfahrensten überwältigend.

Ebubekir von der Feuerwehr Konya kommentierte das Chaos kurz und knapp: "Es ist wie ein Albtraum". 

Aber die Männer beklagen sich nicht. Sie motivieren sich auch gegenseitig, durchzuhalten. Feuerwehrmann Ebubekir sagte: "Wir sind müde, aber das ist es wert."

Es bleibt nicht viel Zeit zum Reden. Mehrere Suchaktionen laufen gleichzeitig in der ganzen Stadt Konya und diese Gruppe, die bisher mehr als 160 Menschen lebend aus den Trümmern geborgen hat, hofft, auch weiterhin Wunder zu vollbringen.

Ein Mitglied der Feuerwehr Konya sagte abschließend: "In dem Gebäude, in dem wir uns gerade befinden, gibt es einen Überlebenden. Unser Such- und Rettungshund, Gece, ist im Einsatz. Wir werden unsere Operation entsprechend den Informationen, die wir erhalten, fortsetzen. Wir sind ein muslimisches Volk. Wir verlieren nie unsere Hoffnung. Wir hören nie auf, auf Gott zu vertrauen. Wir finden immer wieder Überlebende, und das nach einer sehr langen Zeit."

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