Kein Platz mehr auf den Friedhöfen für die Erdbebentoten

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Von Anelise Borges
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Anelise Borges berichtet aus der Türkei.

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Hinter mir sehen Sie einen Ort, den die Stadt Antakya zur Verfügung gestellt hat. Zum Begraben der Toten. Auf den Friedhöfen gab es keinen Platz mehr. So viele Menschen lagen unter den Trümmern.

Orte wie diesen gibt es jetzt in der ganzen Stadt. Dort unten bat man uns, nicht zu flimen, um den Familien etwas Privatsphäre zu gewähren. Uns wurde auch gesagt, dass die Leichen, die hier ankommen, und die nicht identifiziert sind, einen Prozess durchlaufen. DNA-Proben werden entnommen, damit alle Leichen erfasst werden und die Menschen wissen, wo ihre Angehörigen begraben sind.

Neben diesem Prozess gibt es natürlich noch ein weiteres Anliegen der Beamten in dieser Region: die Überlebenden am Leben zu erhalten.

Und das ist eine große Herausforderung, denn diese Menschen sind einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Einem Arzt zufolge breitet sich die Cholera schnell ausim Zentrum von Antakya, und die Menschen schlafen draußen in ihren Autos oder in Zelten.

Es gibt nicht genug Zelte für alle. Die Behörden sind sich bewusst, dass es ein Wettlauf mit der Zeit ist, die Toten zu begraben und die Lebenden am Leben zu erhalten.

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