EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

Messerstecher von Annecy wegen versuchten Mordes in U-Haft

in Annecy halten Menschen angesichts der schockierenden Tat inne und legen Blumen ab,
in Annecy halten Menschen angesichts der schockierenden Tat inne und legen Blumen ab, Copyright Laurent Cipriani/AP
Copyright Laurent Cipriani/AP
Von Teresa Bizarro
Zuerst veröffentlicht am
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Der syrische Flüchtling, der im südostfranzössichen Annecy vier Kleinkinder und zwei Erwachsene lebensgefährlich verletzt hat, sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Alle Opfer sind außer Lebensgefahr, zu seinem Motiv schweigt der 31 Jahre alte Täter .

WERBUNG

Französische Richter haben eine vorläufige Anklage wegen versuchten Mordes gegen einen 31-jährigern syrischen Flüchtling mit ständigem Wohnsitz in Schweden erhoben, der auf einem Spielplatz vier kleine Kinder wischen 22 Monaten und drei Jahren und zwei Erwachsene im südostfranzösischen Annecy mit einem Messer attackiert hat.

"Die Staatsanwaltschaft von Annecy hat heute eine gerichtliche Untersuchung wegen "versuchten Mordes" und "Aufruhrs mit einer Waffe" eingeleitet. Er wurde heute Morgen zwei Untersuchungsrichtern vorgeführt un in Untersuchungshaft genommen. Er wollte nicht mit den Richtern sprechen".

Line Bonnet-Mathis, Staatsanwaltschaft Annecy

Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es weiterhin nicht. Der Mann sei psychiatrisch untersucht worden, es habe keine Hinweise auf Wahnvorstellungen gegeben.

Der Syrer habe ein Kreuz getragen, bei ihm seien zudem zwei christliche Bilder, Bargeld sowie ein Führerschein gefunden worden. Zuvor hatte es bereits geheißen, der Täter sei ein christlicher Syrer. 

Einiges deutet auf psychische Probleme bei dem Täter hin, die Psychiater sahen ihn aber in der Lage, sich einer Befragung zu unterziehen und die Untersuchungshaft anzutreten. Hinweise auf Alkohol oder Drogen wurden bei einer medizinischen Untersuchung nicht gefunden.

Während der Täter schweigt, konzentrieren sich die Fahnder in ihren Ermittlungen jetzt auf seinen Lebensweg und seine Lebensumstände. Wie die Staatsanwältin sagte, floh der Mann 2013 von Syrien nach Schweden, wo er Asyl erhielt und später heiratete. Er hat eine dreijährige Tochter, im vergangenen Jahr trennte er sich von seiner Frau. 

Im Mai 2022 sei er nach Italien und in die Schweiz gereist undim Herbst nach Frankreich gekommen, wo er Asyl beantragte. Dieses wurde abgelehnt, weil Schweden ihn schon anerkannt hatte. Den abweisenden Bescheid erhielt er vier Tage vor der Tat. In Annecy habe er als Obdachloser in Hauseingängen gelebt, der Polizei lag den Ermittlungen zufolge nichts gegen ihn vor.

Fünf der sechs Opfer schweben in Lebensgefahr - einschließlich der vier verletzten Kinder, die im Krankenhaus bleiben. Den europäischen Sicherheitsbehörden ist der festgenommene Syrer ein bisher Unbekannter.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Strengere Grenzkontrollen im Angesicht steigender AfD-Umfragewerte

Migrationskrise: "Talentpartnerschaften" eröffnen legale Wege

Durchbruch: KI hilft, Krebsart unbekannten Ursprungs zu identifizieren