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Kampf um Naturwiederherstellungsgesetz - Vielfalt steht auf dem Spiel

Badende in der Donau (Archivfoto)
Badende in der Donau (Archivfoto) Copyright Florian Schroetter/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
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Von Johannes Pleschberger
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die EVP-Fraktion im EU-Parlament will den Vorschlag der EU-Kommission offenbar nicht widerspruchslos akzeptieren, obwohl eine Mehrheit der geschützten Gebiete in Europa gefährdet ist.

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Die Umweltorganisation WWF kämpft für den Beschluss des EU-Naturwiederherstellungsgesetzes, trotz erheblichen Widerstands. Die Besichtigung eines Donauprojektes nahe Wien zeigt wie das "Nature Restoration Law" in der Praxis funktioniert.

Alice Kaufmann arbeitet für den WWF-Projektpartner "Viadonau": "Also die Wiederanbindung von Nebenarmen ist deshalb so wichtig, weil wenn man nichts macht, würden die in den nächsten 10 bis 20 Jahren auf jeden Fall trockenfallen."

Über Jahrhunderte wurden Europas Flüsse reguliert und Seitenarme abgeschnitten. Schritt für Schritt werden die Steinmauern nun abgetragen und Fische gelangen wieder zu ihren Laichplätzen. Auch der Hochwasserschutz und die Trinkwasserversorgung profitieren.

80 Prozent der schützenswerten Ökosysteme in Europa sind derzeit in schlechtem Zustand. Das von der EU-Kommission vorgeschlagene "Nature Restoration Law" wäre der größte Wurf seit Jahrzehnten. Bis 2050 sollen laut Plan alle beschädigten Ökosysteme repariert werden.

Contra von der EVP

Euronews-Korrespondent Johannes Pleschberger kommentierte: "Die größte Fraktion im EU-Parlament, EVP, stellte sich bisher gegen das Gesetz. Zu viele Agrarflächen seien von der Renaturisierung betroffen und das gefährde die Ernährungssicherheit in Europa."

Laut dem WWF sind die EVP-Bedenken nicht haltbar. Joschka Brangs ist beim WWF für die Biopdiversität zuständig: "Das Nature Restauration Law bezieht sich auch auf Agrarökosysteme und hier ist es besonders wichtig, dass man eben auch Landwirtschaft betreibt und gleichzeitig Biodiversität schützt. Und deswegen wäre der Vorschlag, dass man 10 Prozent der Agrarflächen auch zum Biodiversitätserhalt zur Verfügung stellt. Ernährungssicherheit wird ohne Biodiversität nicht funktionieren. Und wir sehen, bei allen Bemühungen, die es schon gibt, dass unsere Biodiversität immer weiter abnimmt."

Kurz vor der Abstimmung im EU-Parlament wackelt nun die 10-Prozent-Vorgabe bei der Agrarumwidmung. Der WWF befürchtet, dass das Gesetz ausgehöhlt wird.

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