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"Schreibt mir Briefe!" Nawalny-Vetraute Lilia Tschanyschewa muss 7,5 Jahre in Haft

 Lilia Tschanyschewa im Gerichtssaal
Lilia Tschanyschewa im Gerichtssaal Copyright AP Photo
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Von Euronews mit DPA/AP/AFP
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Die 41-jährige Aktivistin, eigentlich Wirtschaftsprüferin, hatte während des Prozesses darum gebeten, dass die Haftstrafe ihr nicht ihre Möglichkeit nehme, Mutter zu werden.

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In Russland ist eine ehemalige Mitarbeiterin und Vertraute des Kreml-Kritikers Alexei Nawalny zu 7 einhalb Jahren Straflager verurteilt worden.

Lilia Tschanyschewa wurde von einem Gericht in der Stadt Ufa im Ural unter anderem der Schaffung einer "extremistischen Organisation" für schuldig befunden. 

Noch im Gerichtssaal wandte sie sich an ihre Unterstützer: "Glaubt an euch selbst, arbeitet für positive Veränderungen. Schreibt mir Briefe, ich brauche euch wirklich.

Andere politische Gefangene brauchen euch auch. Unser unglückliches Land braucht euch ebenso. Auch ich werde nicht aufgeben. Ich glaube, dass wir gemeinsam Russland zu einem freien, friedlichen und humanen Land machen können."

Tschanyschewa, die vier Jahre lang Nawalnys Wahlkampfteam in der Region leitete, bezeichnete das Urteil als politisch motiviert.

Sie habe ihre Arbeit eingestellt, als die russische Justiz die Organisation im Jahr 2021 als "extremistisch" einstufte und damit faktisch verbot. Für ihre Mitstreiter ist das harte Urteil deshalb nun umso unverständlicher. "7,5 Jahre dafür, dass du für dein Land kämpfst", schrieb Nawalnys Pressesprecherin Kira Jarmysch auf Twitter. "Dieses Urteil ist ein Verbrechen."

Die 41-jährige Aktivistin, eigentlich Wirtschaftsprüferin, die ihren Lebenspartner nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft geheiratet hatte, bat während des Prozesses darum, dass die Haftstrafe ihr nicht ihre Möglichkeit nehme, Mutter zu werden.

Neben der Haftstrafe wurde Tschanyschewa zu einer Geldstrafe von 400.000 Rubel (etwa 4.401,97 Euro) verurteilt. Ihr Prozess fand hinter verschlossenen Türen statt.

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