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Brandmauer gegen die AfD? Es hagelt Kritik gegen CDU-Chef Friedrich Merz

CDU-Chef Friedrich Merz - Archiv
CDU-Chef Friedrich Merz - Archiv Copyright Michael Sohn/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
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Von Kirsten RipperEuronews mit ZDF, Twitter, AP
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Nach dem Sommerinterview, in dem Friedrich Merz Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene nicht ausschließt, gerät der CDU-Chef unter Druck - auch aus der eigenen Partei.

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Auf Twitter trenden nach dem Sommerinterview mit Friedrich Merz nicht nur der Name des CDU-Chefs, sondern auch die Begriffe #Brandmauer, Ebene, #Sommerinterview und #NiemehrCDUCSU.

In dem Gespräch mit Theo Koll vom ZDF hat Merz eine Zusammenarbeit mit Politikern der AfD auf kommunaler Ebene nicht ausgeschlossen. 

Tobias Hans: "Wehret den Anfängen!"

Der CDU-Politiker und ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes Tobias Hans gehört zu denen aus den eigenen Reihen, die den Vorsitzenden der Christdemokraten kritisieren. Hans schreibt auf Twitter: "Das ist nicht erträglich und kann nicht stehen bleiben. Der Parteitagsbeschluss besagt, dass jegliche Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen ist. Das hier ist die schleichende Verwässerung von Parteitagsbeschlüssen nach Wahlerfolgen der extremen Rechten. Wehret den Anfängen!"

Der linke Sozialpolitiker Ulrich Schneider reagiert ähnlich. Er schreibt am Sonntagabend: "Ich habe 🇩🇪 mit seiner Vergangenheit trotz NPD, Republikaner und #noafdim im politischen Betrieb immer für relativ robust gegen neofaschistische Tendenzen gehalten. Das hat sich heute Abend schlagartig geändert. Nun heißt es, sich gemeinsam gegen die Anfänge zu wehren."

Viele innerhalb der CDU meinen, Merz müsse sich an die Beschlüsse der eigenen Partei halten. Auch der Tweet von Ruprecht Polenz, der das fordert, geht viral.

Die AfD fühlt sich von Merz dazu angeregt, auch in Landtagen und auf Bundesebene ein Ende der "Mauer" gegen die Rechtspopulisten von Seiten der CDU/CSU zu fordern.

Reporte Nikolaus Blome verweist auf die Wahlerfolge der AfD - wie in Sonneberg - und verteidigt die Position des CDU-Chefs.

Schleswig Holsteins Erziehungsministerin Karin Prien fordert eine Debatte innerhalb ihrer Partei, der CDU, über den Umgang mit der AfD im Osten Deutschlands.

Mit Blick auf die Wahlen in Spanien verweisen viele in Deutschland darauf, dass die konservative PP gar keine "Brandmauer" gegen die ultrarechte VOX hat und sich eine Koaltion offenbar durchaus vorstellen kann.

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