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Mit Militär gegen die Putschisten? Der Druck auf die Junta wächst

Massendemonstration in Niamey am 30. Juli 2023
Massendemonstration in Niamey am 30. Juli 2023 Copyright Sam Mednick/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Copyright Sam Mednick/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit AP, dpa
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Nach dem Putsch im Niger erhöht sich der Druck auf die neuen Militärmachthaber. Die Staatengemeinschaft Ecowas setztedrohte mit schweren Sanktionen und Gewalt.

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In Niger haben erneut Tausende Demonstrierende den Rückzug des französischen Militärs aus dem Land gefordert. Gleichzeitig bekundeten sie ihre Unterstützung für die neuen Militärmachthaber und schwenkten Russland-Fahnen.

Die Junta hatte am vergangenen Mittwoch Präsident Mohamed Bazoum festgesetzt und für entmachtet erklärt.

Bei einem Dringlichkeitstreffen in Nigeria forderte die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas die Putschisten ultimativ auf, die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen. Auch westliche Länder verstärkten den Druck.

Ecowas-Präsident Omar Alieu sagte auf dem Treffen: "Falls unsere Forderungen von den Behörden nicht innerhalb einer Woche mit allen notwendigen Maßnahmen erfüllt werden, um die verfassungsmäßige Ordnung in der Republik Niger wiederherzustellen, können Maßnahmen auch den Einsatz von Gewalt beinhalten."

Deutschland rät dringend zur Vorsicht

Ecowas drohte auch damit, Luft- und Landesgrenzen zu schließen. Im Raum steht zudem die Aussetzung aller finanziellen Unterstützungen und Transaktionen von Ecowas mit nigrischen Finanzinstituten. Die USA und Großbritannien begrüßten den Ecowas-Vorstoß.

Frankreich und die Europäische Union suspendierten bereits ihre Budgethilfen für das Land. Frankreich und Großbritannien setzten ferner die Entwicklungshilfe aus. Vor der französischen Botschaft in der nigrischen Hauptstadt Niamey waren Proteste in Gewalt umgeschlagen.

Das Auswärtige Amt in Berlin mahnte zu besonderer Vorsicht in Niamey. Deutsche in dem Land sollten sich zudem in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts registrieren.

Bislang war der Niger ein wichtiger Partner für den Westen im Anti-Terror-Kampf in der Sahelzone, die sich vom Senegal im Westen bis nach Dschibuti im Osten zieht. Dort verschlechtert sich seit Jahren die Sicherheitslage durch Anschläge von islamistischen Milizen. 

Der Niger ist außerdem eins der wichtigsten Transitländer für afrikanische Migrantinnen und Migranten auf dem Weg nach Europa.

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