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Qatar 365: Doha investiert in ein modernes Gesundheitswesen

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In dieser Folge von Qatar 365 erfahren Sie, wie Katar sich zu einem führenden Zentrum des Gesundheitswesens entwickeln will.

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Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt der Personalmangel im medizinischen Bereich zu. Bis zum Jahr 2035 werden weltweit etwa 12,9 Millionen Ärzte, Hebammen, Krankenpfleger und andere medizinische Fachkräfte fehlen.

Doha, die Hauptstadt von Katar, will sich zu einem führenden Zentrum des Gesundheitswesens entwicklen. Im Moment läuft die fünfte Ausgabe eines Nachwuchsprogramms vom Qatar Career Development Centre. Das Ausbildungsprogramm My Career - My Future soll Studenten echte Arbeitserfahrung in mehreren Bereichen bieten, darunter auch in der Medizin. man will die Zahl der Studenten im medizinischen Bereich erhöhen.

Euronews hat die Hamad Medical Corporation in Doha besucht, einen gemeinnützigen Gesundheitsdienstleister. Die Studenten aus dem Programm My Career - My Future können hier mehr als 100 einwöchige Praktika und Hospitationen machen. 

Sie können durch die Flure gehen, mit dem Personal sprechen und aus erster Hand erfahren, ob das ein möglicher Karriereweg für die ist. 

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Noof Ahmed Alyafei, eine Schülerin der 10. Klasse der Al Wakra Secondary School for Girls, nimmt an dem Programm teil. Sie sagt, es sei eine großartige Möglichkeit, um zu sehen, "was ein Arzt macht und wie seine Arbeit genau aussieht."

Diabetes - eine wachsende Epidemie

Laut einer kürzlich in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet veröffentlichten Studie werden bis 2050 1,3 Milliarden Menschen mit Diabetes leben.

Menschen mit schwarzafrikanischem, afrikanisch-karibischem, südasiatischem und nahöstlichem Hintergrund haben ein höheres Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, erklärt Rayaz Malik, Professor für Medizin an der Weill Cornell Medicine in Katar.

Während Typ-2-Diabetes früher als lebenslange Strafe galt - weil man ihn nicht loswerden konnte -, kann er durch eine Änderung des Lebensstils rückgängig gemacht werden.

Malik hat einen Großteil seiner Arbeit dem rasanten Anstieg von Diabetes in der Region gewidmet. "Das Grundproblem von Typ-2-Diabetes bei, ich würde sagen, mehr als 70 % der Menschen ist Übergewicht, falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, Gewichtszunahme und als Folge davon Typ-2-Diabetes", so Malik.

Natürlich wollen wir den Genen die Schuld geben, aber es gibt ein berühmtes Sprichwort, das besagt, dass die Gene die Waffe laden, aber die Umwelt den Abzug drückt.
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Professor für Medizin am Weill Cornell Medicine

Dr. Malik gibt Diabetikern zwei einfache Ratschläge: (a) Reduzierung des Verzehrs von weißen Kohlenhydraten wie Nudeln, Kartoffeln, Brot und Reis und (b) mehr Zeit zwischen den Mahlzeiten einhalten.

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Dr. Malik hat bis heute mehr als 450 medizinische Arbeiten veröffentlicht. Besonders stolz sei er auf seine Forschungen zur konfokalen Hornhautmikroskopie (ein Scan, bei dem künstliche Intelligenz eingesetzt wird, um neurodegenerative Veränderungen bei Personen zu erkennen, bei denen das Risiko besteht, an Multipler Sklerose, Demenz, Schizophrenie oder Parkinson zu erkranken). Nach Angaben von Dr. Malik sind die Aussaagen dieser Scans zu 90 Prozent sicher.

Medizinische Einrichtungen auf neuestem Stand

Die Ausbildung künftiger Ärzte und Pflegekräfte und eine Vorreiterrolle in der medizinischen Forschung sollen nicht die einzigen Wachstumssäulen der katarischen Gesundheitsbranche sein. Dank umfangreicher Investitionen steigt die Zahl luxuriöser medizinischer Einrichtungen in der Region. Man will schließlich einen einen Markt erschließen, dessen Wert bis 2024 auf 11,1 Milliarden Euro (12 Milliarden US-Dollar) geschätzt wird.

Das Aman Hospital ist solch eine Einrichtung, die hochwertige medizinische Versorgung, modernste Technologie und international anerkannte Ärzte bietet.

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Vom Farbdesign und luxuriösen Interieur bis hin zu fachkundiger, individueller Pflege - Aman will mit der Tradition brechen und mit der Vorstellung aufräumen, dass Krankenhäuser triste, kalte und wenig einladende Orte sein müssen. Ein ganzheitlicher Ansatz soll dazu beitragen, Stress und Ängste im Zusammenhang mit Krankheit abzubauen.

"Um die Patientenzufriedenheit, den Komfort und das Gesamterlebnis zu verbessern, muss man gastfreundlich sein. Wir konzentrieren uns auf die sensorischen Erfahrungen der Patienten in Bezug auf ihren Geruch, ihr Sehen und ihr Hören. All dies hat Studien zufolge die Erfahrungen der Patienten in einem Krankenhaus verbessert", so Hassan Elbouatmani, Chief Hospitality & Operations Officer im Aman Hospital.

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"Wir glauben, dass eine hochwertige Ernährung ein wesentlicher Bestandteil des Genesungsprozesses der Patienten ist. Daher haben wir hier einen Küchenchef und ein Team in seiner Küche, die für hochwertige, nahrhafte Mahlzeiten sowohl für die Patienten als auch für ihre Familien sorgen", so Elbouatmani.

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Wie Dr. Hussain Ismaeel, der Leiter der medizinischen Abteilung erklärte, hat das Krankenhaus auch stark in medizinische Geräte der Spitzenklasse investiert: "In der Radiologie haben wir die neueste Technologie und CT-Scanner [Computertomographie, MRI [Magnetresonanztomographie] und Ultraschallgeräte. Mit diesen Geräten können wir nicht nur die üblichen radiologischen Verfahren durchführen, sondern auch fortschrittliche kardiologische Bildgebung und Herz-CTs."

Was die Forschung betrifft, so hat das Aman Hospital Zugang zu einer internationalen Datenbank. Laut Dr. Bassem Safadi, dem Leiter der chirurgischen Abteilung, war es die erste Gesundheitseinrichtung außerhalb Großbritanniens, die in das Imperial College Private Healthcare Network aufgenommen wurde, eine renommierte Institution, die es den Mitgliedern ermöglicht, Wissen und Fachkenntnisse auszutauschen, um die Patientenversorgung und den Betrieb zu verbessern.

Obwohl es eines der jüngsten Krankenhäuser in Katar ist, sind bereits Erweiterungspläne im Gange. Nächstes Jahr soll eine Klinik in der Innenstadt von Msheireb, im Herzen von Doha, eröffnen.

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