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Kundgebungen in vielen Städten zum Todestag von Mahsa Amini

Demonstranten in Rom
Demonstranten in Rom Copyright Mauro Scrobogna/LaPresse
Copyright Mauro Scrobogna/LaPresse
Von Euronews mit dpa, AFP
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Weil sie ihr Kopftuch nicht richtig trug, starb die junge Iranerin in Polizeigewahrsam vor einem Jahr.

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Ein Jahr nach dem Tod der iranischen Protestikone Jina Mahsa Amini haben Tausende Menschen in vielen europäischen Städten ihre Solidarität gezeigt.

Am Samstag jährte sich erstmals der Tod Aminis, der im Herbst 2022 die schwersten Proteste im Iran seit Jahrzehnten ausgelöst hatte.

Islamische Sittenwächter hatten die damals 22-Jährige wegen eines angeblich nicht richtig getragenen Kopftuchs festgenommen. Was genau danach geschah, ist bis heute ungeklärt - letztlich fiel die junge Frau ins Koma und starb in einem Krankenhaus.

In Rom zogen die Menschen vor die iranische Botschaft. Und auch in der österreichischen Hauptstadt Wien versammelten sie sich vor der iranischen Botschaft, um an Amini zu erinnern. 

Auch in Deutschland gab es in Berlin, Hamburg, Frankfurt und anderen Städten verschiedene Kundgebungen. 

Zu einer Kundgebung am Großen Stern in Berlin versammelten sich laut Polizei rund 300 Teilnehmer. Etwa ebenso viele Menschen seien zu einer Versammlung am Bebelplatz gekommen, sagte eine Polizeisprecherin. Weitere Versammlungen formierten sich unter anderem vor dem Reichstagsgebäude. Dabei versammelten sich Demonstranten mit Iran-Flaggen mit einer Sonne.

Einige von ihnen hatten auf dem Oberkörper ein Papier angeheftet, das ein Foto der junge iranische Kurdin Amini zeigte.

In Hamburg schätzte das Lagezentrum, dass sich rund 2500 Menschen an mehreren Demonstrationen beteiligt hätten. Es sei zu vereinzelten Verkehrsbehinderungen gekommen. Der Protest sei friedlich verlaufen.

In Frankfurt fanden nach Angaben eines Polizeisprechers insgesamt sieben Veranstaltungen zum Todestag Aminis statt, auch hier blieb es laut Polizei friedlich. Bei der größten Demonstration zählte die Polizei 770 Teilnehmer. Vor das iranische Konsulat zogen laut Polizei rund 250 Menschen. Auf dem Programm stand auch ein gemeinsames Bäumepflanzen mit Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne).

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