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Zwei Getreidefrachter laufen ukrainischen Hafen an

Getreidesilos im Süden der Ukraine
Getreidesilos im Süden der Ukraine Copyright Kostiantyn Liberov/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit dpa
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Erstmals seit dem Ende des von Russland aufgekündigten Getreideabkommens haben Angaben aus Kiew zufolge zwei zivile ausländische Frachtschiffe einen ukrainischen Hafen angelaufen.

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Erstmals seit dem Ende des von Russland aufgekündigten Getreideabkommens haben Angaben aus Kiew zufolge zwei zivile ausländische Frachtschiffe einen ukrainischen Hafen angelaufen. Die Reedereien der Schiffe «Resilient Africa» und «Aroyat» hätten ihre Bereitschaft bekundet, den Hafen von Tschornomorsk am Schwarzen Meer anzulaufen und dort rund 20.000 Tonnen Weizen für afrikanische und asiatische Länder zu laden, teilte der ukrainische Vizeregierungschef Olexander Kubrakow am Samstag bei Facebook mit.

Beide Schiffe fahren demnach unter der Flagge des Pazifikstaats Palau, ihre Besatzungen bestehen aus Bürgern der Ukraine, der Türkei, Aserbaidschans und Ägyptens. 

Eine internationale Vereinbarung für ukrainische Agrarexporte aus insgesamt drei Häfen - darunter Tschornomorsk - war im Juli von den Russen nicht verlängert worden.

Die Ukraine richtete daraufhin einen temporären Korridor für zivile Schiffe ein, der auf eigenes Risiko genutzt werden kann. Diesen nutzten bereits fünf Frachter, um aus den ukrainischen Häfen, in denen sie teils seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 feststeckten, auszulaufen. 

Russland hat in der Nacht erneut den Süden der Ukraine mit Drohnen und Marschflugkörpern angegriffen. "Alle sechs Drohnen wurden vernichtet, vier über dem Gebiet Mykolajiw, zwei über dem Gebiet Odessa", meldete die ukrainische Kommandostelle Süd am Sonntag auf Telegram. Zugleich räumte sie ein, dass zwar auch fünf Marschflugkörper des Typs Ch-101/Ch-555 abgefangen worden seien, aber einige andere Landwirtschaftsobjekte im Gebiet Odessa getroffen hätten. Die genaue Anzahl der Treffer nannten die Militärs nicht.

Die Einschläge bestätigte am Morgen auch der Militärgouverneur von Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram. Seinen Angaben nach wurden im Landkreis Beresiwka unter anderem Getreidespeicher getroffen. Tote und Verletzte gebe es glücklicherweise nicht, teilte er mit.

Seit dem Auslaufen des Abkommens zur Verschiffung ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer attackiert Russland verstärkt die Infrastruktur der Schwarzmeergebiete im Süden der Ukraine. Häfen und Getreidespeicher sind vorrangiges Ziel der Angriffe.

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