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Enttäuschung nach Aufkündigung des ukrainischen Getreide-Export-Deals

Das Ende des Getreide-Deals könnte die Nahrungsmittelunsicherheit weltweit erneut verschlimmern
Das Ende des Getreide-Deals könnte die Nahrungsmittelunsicherheit weltweit erneut verschlimmern Copyright Efrem Lukatsky/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
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Von Euronews
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International hat die Aufkündigung des Getreide-Export-Deals durch Russland für Enttäuschung gesorgt. Die Vereinten Nationen wollen sich weiterhin für eine Fortsetzung des Abkommens stark machen.

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Die Ankündigung Russlands, das Abkommen über den Export ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer auszusetzen, hat international Reaktionen hervorgerufen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der bei den Verhandlungen zu dem Deal eine Schlüsselrolle gespielt hatte, hofft auf eine Fortsetzung:

"Trotz der heutigen Erklärung glaube ich, dass der Präsident der Russischen Föderation, mein Freund Herr Putin, diese humanitäre Brücke fortsetzen möchte", so Erdogan.

Auch die Reaktion der Europäischen Union erfolgte prompt:

"Dieses Abkommen trägt zusammen mit der Europäischen Solidaritätsinitiative dazu bei, dass die am stärksten benachteiligten Länder Zugang zu Getreide und Düngemitteln haben, die sie für ihre Bevölkerung benötigen, und deshalb unterstützen wir alle Bemühungen von Antonio Guterres, um sicherzustellen, dass die Kontinuität dieses Abkommens gewährleistet ist", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hatte sich nach der Ankündigung zutiefst enttäuscht gezeigt. Erst in der vergangenen Woche hatte er sich mit einem Brief an den russischen Präsidenten gewandt, um das Abkommen doch noch fortzusetzen. "Ich bin zutiefst enttäuscht, dass meine Vorschläge unbeachtet blieben", sagte er. Dennoch sei es eine Priorität, die "Ernährungssicherheit und die globale Preisstabilität voranzutreiben".

Der Außenbeauftragte der EU, Josep Borrell, erklärte, dass die Entscheidung Russlands ungerechtfertigt sei, die den Hunger der Menschen zu einer Waffe mache.

Ähnliches ließ auch die deutsche Außenminsterin Annalena Baerbock hat am Rande eines Besuchs der UN-Zentrale in New York verlauten. Sie forderte von Putin, "dass er es unterlässt, erneut Hunger als Waffe in diesem brutalen Angriffskrieg einzusetzen". 

Sie dankte den Vereinten Nationen und der Türkei dafür, dass sie "nicht aufgeben, dieses Getreideabkommen immer wieder am Leben zu erhalten".

Sie lobte die Vorgehensweise der Europäischen Union, die es ermöglicht habe, dass das Getreide auch über den Landweg per Zug aus der Ukraine heraus transportiert werden könne. 

Der deutsche Bundeskanzler sprach auf Twitter von einer "schlechten Botschaft", die Russland mit dem Aus des Getreideabkommens vermittele.

Russland hatte zuvor das Abkommen zum Export von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer ausgesetzt. Sobald alle Forderungen für die Ausfuhr russischen Getreides erfüllt seien, kehre Moskau wieder zur Erfüllung der Vereinbarung zurück, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag. 

Als Gegenleistung für die Aufhebung des Stopps forderte Moskau Erleichterungen bei den Sanktionen für seine Dünge- und Lebensmittelexporte, etwa bei Versicherungen, Fracht und auch der Finanzierung.

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