400-Millionen-Euro-Paket für Kiew: Diese Waffen machen im Krieg schon jetzt den Unterschied

Ukrainischer Soldat im Osten des Landes
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Von euronews
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Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat angekündigt, weitere militärische Ausrüstung an die Ukraine zu liefern, darunter Munition und Minenräumsysteme.

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"Wir liefern zusätzliche Munition: Sprengmunition, Mörsermunition, Minenraketen. Denn Munition ist das, was die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen den brutalen Angriffskrieg am dringendsten braucht", so zuletzt der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius. "Darüber hinaus werden wir mit geschützten Fahrzeugen und Minenräumsystemen helfen. Wir haben aber auch den nahenden Winter im Blick: Wir werden Kleidung schicken, aber auch Strom- und Wärmeerzeuger", sagte Pistorius weiter. 

Diese Waffen sind besonders effektiv

Längst setzt das ukrainische Militär Waffen aus Deutschland ein. Als besonders effektiv erwiesen sich nach Angaben der Bundeswehr bisher etwa die Panzerhaubitzen 2000. Es handelt sich dabei um das modernste Artilleriegeschütz, dass die Bundeswehr derzeit zu bieten hat, mit einer Reichweite von rund 40 Kilometern. Besonders ihre Panzerung und ihre Schnelligkeit machten sie zu einer wirksamen Waffe. 

Auch das Luftabwehrsystem Iris-T SLM wurde von Deutschland geliefert. Es soll eine Trefferquote von fast 100 Prozent haben, das berichtet die "Frankfurter Rundschau" und zitiert dabei einen Panzergeneral der Bundeswehr. Das System ist in der Lage, einen Schutzschild über einem definierten Gebiet auszubreiten, mit einer Abschussreichweite von 40 Kilometern. 

Deutschland: Waffen und Ausrüstung im Wert von 5,4 Milliarden Euro

Das neue Paket umfasst Pistorius zufolge gepanzerte Fahrzeuge, Munition und Minenräumsysteme. Gleichzeitig hat Berlin noch nicht über die Lieferung der von Kiew geforderten Langstreckenraketen vom Typ "Taurus" entschieden. 

Nach Angaben der Bundesregierung in Berlin wird sich der Wert der bis Ende 2023 an die Ukraine gelieferten Waffen und Ausrüstung auf mehr als 5,4 Milliarden Euro belaufen. Die nun angekündigten Lieferungen sind bereits eingerechnet. 

In New York werden die zuständigen EU-Minister bald zu Gesprächen zusammenkommen. Dabei sein wird auch Josep Borrell, Hoher Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik. 

"Die EU-Verteidigungs- und Außenminister werden weiter über ihr Engagement für die Ukraine sprechen, wie wir es in Toledo getan haben. Sie haben mehrere Vorschläge auf den Tisch gelegt, die die Minister diskutieren und sie bereiten ein Treffen vor, das wir in den kommenden Wochen in Kiew haben werden", so Borrell.

Das ukrainische Militär hatte zuletzt Geländegewinne im Osten des Landes gemeldet, so hier im zurückeroberten Dorf Andrijivka bei Bachmut, wo Soldaten die ukrainische Flagge hissten.

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