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Ukraine: 49 Tote nach Luftangriff in der Nähe von Kupiansk

Mitarbeiter des Roten Kreuzes helfen bei der Evakuierung von Kupiansk, September 2023
Mitarbeiter des Roten Kreuzes helfen bei der Evakuierung von Kupiansk, September 2023 Copyright Bram Janssen/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Andrey Poznyakov mit AFP, AP
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Mindestens 49 Menschen sind im Osten der Ukraine Opfer eines russischen Luftangriffs geworden.

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Bei einem russischen Luftangriff im Osten der Ukraine sind nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mindestens 49 Menschen getötet worden. Der Angriff traf unter anderem ein Lebensmittelgeschäft in einer Ortschaft in der Region Charkiw, so die ukrainischen Behörden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij hatte die Zahl der Toten in dem Dorf in der Nähe der Stadt Kupjansk mit 48 angegeben und "ein offensichtlich brutales russisches Verbrechen" angeprangert. Wenig später korrigierte der Regionalgouverneur Oleg Synegubow die Zahl auf 49 Todesopfer.

Ukrainische Behörden hatten Evakuierung der Region angeordnet

Zuvor hatten die ukrainischen Behörden die "obligatorische" Evakuierung von Teilen von Kupiansk und der nahe gelegenen Dörfer angeordnet. Obwohl die Anordnung als obligatorisch bezeichnet wird, wird dies nicht strikt durchgesetzt, und einige Bewohnerinnen und Bewohner möchten dennoch bleiben.

Ein alter Mann erzählt: "Ich möchte so gerne nach Hause gehen. Ich habe mir alles mit meinen eigenen Händen aufgebaut. Auch wenn mein Haus klein ist, habe ich es selbst gebaut, ebenso wie die Garage, den Keller und den Schweinestall." 

Ein ältere Dame meint: "Alle sind tot. Ich bin allein und sage: ich gehe nirgendwo hin. Wir haben ja alles: Wasser, Strom, Gas. Es gab eine Zeit, da hatten wir das nicht. Kein Wasser, nichts, es war schrecklich. Jetzt haben wir alles. Aber ob wir im Winter eine Heizung haben werden, weiß ich nicht."

Klim, ein Einsatzleiter des Ukrainischen Roten Kreuzes für die Region Charkiw, findet, dass es leichtsinnig ist, vor Ort zu bleiben:

"Ich glaube, die Klugen sind schon weg. Ich verstehe nicht, warum man bleiben und sich in Gefahr begeben sollte. Ich verstehe, dass manche Leute sagen: 'Ich habe mein ganzes Leben gespart, für einen Fernseher oder ein paar persönliche Dinge', aber GRAD [Raketen, Anm. der Redaktion] sind wahllos. Das Leben sollte nicht auf diese Weise enden."

Auch Charkiw nicht sicher vor russischen Luftangriffen

Diejenigen, die bereit sind zu gehen, werden vom Roten Kreuz in die nahe gelegene größere Stadt Charkiw gebracht, die allerdings ihrerseits regelmäßig von Russland beschossen wird.

Kupiansk war eine der ersten ukrainischen Städte, die von Russland zu Beginn seiner umfassenden Invasion eingenommen wurden.

Die Stadt war vom 27. Februar bis zum 10. September 2022 besetzt. Nun wird dieser größte Eisenbahnknotenpunkt in der Region Charkiw wieder häufiger in der Kriegsberichterstattung erwähnt.

Journalist • Andreas Rogal

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