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Kampf an der Front: Russlands mühsamer Versuch, Awdijiwka einzunehmen

Ein ukrainischer Soldat im Einsatz in Awdijiwka (Archivbild)
Ein ukrainischer Soldat im Einsatz in Awdijiwka (Archivbild) Copyright LIBKOS/AP Photo
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Von Euronews
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An der Frontlinie im Südosten der Ukraine tobt derzeit ein Kampf um die Kleinstadt Awdijiwka. Russland versucht mit einer bisher kaum angewandten Kriegsführung den Ort einzunehmen. Dabei hofft Moskau, dass eine Taktik aufgeht.

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Die jüngsten Offensivoperationen Moskaus in der Nähe der ukrainischen Stadt Awdijiwka zeigen, dass die russischen Streitkräfte in der Lage sind, Taktiken auf dem Schlachtfeld zu lernen und anzuwenden.

Die Aufnahmen vom 10. und 11. Oktober bestätigen, dass russische Truppen südwestlich von Awdijiwka in der Nähe von Sieverne und nordwestlich von Awdijiwka in der Nähe von Stepove und Krasnohoriwka vorrücken. Russischen Quellen zufolge würden die Streitkräfte dabei offenbar elektronische Kriegsführungssysteme einsetzen sowie Artillerie und Luftaufklärung.

Nach Einschätzung des Instituts für Kriegsstudien (ISW), sei es jedoch unwahrscheinlich, dass diese Maßnahmen zu einem größeren operativen und strategischen Vorteil für die russischen Streitkräfte führen würden.

Wie auf geolokalisiertem Bildmaterial zu erkennen ist, konzentrieren sich die russischen Geländegewinne um Awdijiwka auf das Gebiet südwestlich der Stadt. Die russischen Streitkräfte haben den Ort noch nicht eingekesselt – falls das ihre Absicht ist, ist davon auszugehen, dass sie sich wahrscheinlich damit schwer tun werden.

Awdijiwka ist eine bekanntermaßen gut verteidigte Festung, was es den russischen Soldaten wahrscheinlich erschweren wird, sich der Stadt zu nähern oder sie vollständig einzunehmen. Selbst wenn sie dies könnten, würde das keine neuen Vorstoßrouten in weitere Gebiete der Region Donezk eröffnen.

Wie das ISW bereits eingeschätzt hatte, haben die Angriffe der russischen Truppen bei Awdijiwka ein bestimmtes Ziel: Nämlich die ukrainischen Streitkräfte daran zu hindern, sich in andere Regionen der Front zu verlagern.

Allerdings gehen ukrainische Offizielle davon aus, dass sich Moskaus Truppen in dem Gebiet festsetzen wollen. Deshalb werden die ukrainischen Streitkräfte vermutlich auch nicht zu viel Manpower in die Eroberung dieser Achse einsetzen.

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