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Chinas Ex-Ministerpräsident Li Keqiang im Alter von 68 Jahren verstorben

Li Keqiang war zehn Jahre lang Ministerpräsident Chinas und somit nominell die Nummer zwei hinter Präsident Xi Jinping.
Li Keqiang war zehn Jahre lang Ministerpräsident Chinas und somit nominell die Nummer zwei hinter Präsident Xi Jinping. Copyright Ng Han Guan/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
Copyright Ng Han Guan/Copyright 2022 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit DPA, AP
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Der ehemalige chinesische Ministerpräsident Li Keqiang ist im Alter von 68 Jahren verstorben. Erst im März hatte er das Amt niedergelegt. Lange gab es Gerüchte über seinen Gesundheitszustand.

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Der ehemalige chinesische Ministerpräsident Li Keqiang ist im Alter von 68 Jahren in Shanghai gestorben. Am Donnerstag habe er einen plötzlichen Herzinfarkt erlitten und sei nach vergeblichen Rettungsversuchen am Freitag um 0:10 Uhr verstorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Im März dieses Jahres war Li Keqiang nach zehn Jahren im Amt zurückgetreten. Über seinen Gesundheitszustand gab es seit langem Gerüchte. Bei Auslandsbesuchen hätten für ihn immer wieder lange Ruhepausen eingeplant werden müssen, berichteten Diplomaten.

Präsidentenamt blieb Li Keqiang verwehrt

Li Keqiang wurde am 1. Juli 1955 als Sohn eines Funktionärs in Dingyuan in der Provinz Anhui geboren. Er studierte Jura an der Peking-Universität, wodurch er zu einem ausgewählten Kreis gehörte: Nur drei Prozent aller Bewerber schafften die Aufnahme. Anschließend promovierte er in Wirtschaftswissenschaften. 1983 arbeitete er in der kommunistischen Jugendliga unter seinem späteren Förderer, dem Staats- und Parteichef Hu Jintao.

Dieser wollte Li Keqiang 2013 eigentlich zu seinem Nachfolger und damit zum Präsidenten von China machen. Schlussendlich setzte sich jedoch die "Shanghai-Fraktion" um Hu Jintaos mächtigen Vorgänger Jiang Zemin durch, Xi Jinping wurde Präsident. Li Keqiang erhielt die Rolle des Ministerpräsidenten.

Xi Jinping entmachtete Schritt für Schritt die Regierung, indem er Arbeitsgruppen und Parteikommissionen unter seiner Führung die Regierungsarbeit überließ. Li Keqiang verlor als Ministerpräsident immer mehr an Einfluss.

2020 kämpfte er gegen den wirtschaftlichen Abschwung infolge der Corona-Krise, indem er die Staatsausgaben erhöhte. "Außergewöhnliche Maßnahmen für ungewöhnliche Zeiten", erklärte er den Schritt. Auch der Handelskrieg mit den USA machte China zu schaffen. Li Keqiang warnte damals den Volkskongress: "Gegenwärtig und in näherer Zukunft wird China vor Herausforderungen stehen wie nie zuvor."

Anteilnahme an Li Keqiangs Tod

Auf der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo wurde ein Hashtag zum Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten innerhalb weniger Stunden milliardenfach geklickt. Nutzer:innen bezeichneten seinen Tod als großen Verlust und feierten ihn als harten Arbeiter, der für das Land einen wichtigen Beitrag geleistet habe.

Nicholas Burns, der US-amerikanische Botschafter in China, drückte die Anteilnahme seines Landes auf der Plattform X aus.

US-Außenminister Antony Blinken ließ sein Beileid über einen Regierungssprecher bekunden. Die japanische Botschaft sprach ihr Beileid auf Weibo aus. Li Keqiang habe eine wichtige Rolle in der Beziehung zwischen China und Japan gespielt.

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