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Hätten die Überschwemmungen in Frankreich verhindert werden können?

 Pas-de-Calais
Pas-de-Calais Copyright Aurelien Morissard/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews
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Viele Landwirte in der Bretagne und der Normandie sind von Ernteaufällen infolge tagelanger Regenfälle betroffen.Viele landwirtschaftliche Anbaufelder haben sich in riesige Wasserflächen verwandelt.

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Überschwemmungsgebiete in Pas-de-Calais im Norden des Landes besucht und 50 Millionen Euro Hilfe für die betroffenen Gemeinden zugesichert. 1.400 Menschen mussten wegen der Überschwemmungen evakuiert werden, vier Menschen wurden verletzt.

Viele Landwirte in der Bretagne und der Normandie sind von Ernteaufällen infolge tagelanger Regenfälle betroffen. 244 Gemeinden im Departement sollen jetzt als Naturkatastrophen-Gebiete eingestuft werden, wie zum Beispiel La Calotterie und Hames-Boucres.

In Saint-Omer sagte Macron bei einem Treffen mit Vertreter:innen der Behörden und Anwohner:innen, die Gemeinden, die das beantragen, würden ab sofort als Naturkatastrophen-Gebiet eingestuft und unterstützt. "Und natürlich werden wir auch den Zusatz für "Landwirtschaftliche Katastrophen" aktivieren, den wir vor einigen Monaten eingeführt haben. Damit wird es möglich sein, die Katastrophen zu begleiten und zu entschädigen."

Viele landwirtschaftliche Anbaufelder haben sich in riesige Wasserflächen verwandelt. Die Katastrophe hätte vermieden werden können, sagen einige: mit einem gut funktionierenden System aus Wassergräben. Dieses wurden in den vergangenen Jahren aber nicht ordnungsgemäß gewartet, sagt Raphaël Delamaere. 

"Im Moment stehen 60 Prozent meiner Ernte unter Wasser. Brücken, Becken, die nicht gewartet werden, Pumpen mit unzureichender Kapazität - das ganze System muss also überarbeitet werden. Wir sind in einem Gebiet, das sich stark verändert hat, ein Klima, das sich verändert hat."

Die Gräben liegen auf dem flachen Land unter dem Meerespiegel und werden ausgehoben, um das Wasser abzuleiten. Dutzende Kanäle mit Pumpen sind miteinander verbunden und kreuzen sich. Ihr Zweck ist es, den Boden auszutrocknen, das Wasser wird ins Meer geleitet. Zwischen Calais, Dünkirchen und dem Hinterland wurden 1.500 km Kanäle gebaut. Den Landwirten zufolge ist die Infrastruktur in schlechtem Zustand und die Situation könnte sich noch verschlimmern.

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