Vergeltungsschläge der türkischen Luftwaffe in Syrien und Irak

Die syrische Stadt Qamishli nach dem türkischen Luftangriff am 25.12.23
Die syrische Stadt Qamishli nach dem türkischen Luftangriff am 25.12.23 Copyright AFPTV/screengrab
Von Greta Ruffinodpa, AP
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Das türkische Militär hat bei Luftangriffen in Nordsyrien und im Nordirak eigenen Angaben zufolge mindestens 26 "Terroristen neutralisiert".

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Das türkische Militär hat seine Luftangriffe gegen kurdische Gruppen in Syrien und im Nordirak als Vergeltung für den Tod von 12 türkischen Soldaten im Irak am Wochenende intensiviert.

Das türkische Verteidigungsministerium erklärte,bei den Angriffen seien mindestens 26 Kämpfer getötet worden.

Im Nordosten Syriens wurden am Montag bei türkischen Luftangriffen nach Angaben einer kurdischen Miliz mindestens acht Zivilisten getötet, darunter zwei Frauen,

Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab an, dass 12 weitere Personen verwundet worden seien.

Die türkischen Angriffe waren eine Reaktion auf Auseinandersetzungen mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans im Nordirak erfolgt, bei denen dem türkischen Militär zufolge am Freitag und am Samstag mindestens zwölf türkische Soldaten getötet worden waren.

Die PKK steht in der Türkei, Europa und den USA auf der Terrorliste und hat ihr Hauptquartier in den Kandil-Bergen im Nordirak. 

In dem Konflikt mit der Türkei sind bereits Zehntausende Menschen getötet worden. Ein Friedensprozess war 2015 gescheitert. Seitdem geht Ankara in der Südosttürkei und im Nordirak wieder regelmäßig gegen die PKK vor, die ihrerseits Anschläge verübt.

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