Nahost: Russland stellt USA an den Pranger - Blinken will diplomatische Lösungen

Russland prangert USA bei Vereinten Nationen an.
Russland prangert USA bei Vereinten Nationen an. Copyright euronews
Von euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Nach den US-Luftschlägen im Nahen Osten stellt Russland die Vereinigten Staaten an den Pranger. US-Außenminister Blinken versucht's unterdessen weiter mit Diplomatie.

WERBUNG

Der stellvertretende US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Robert A. Wood, hat nach einem Wochenende mit Vergeltungsschlägen im Nahen Osten vor weiteren Angriffen gewarnt. Auf einer von Russland einberufenen Sitzung des UN-Sicherheitsrats erklärte der Vertreter Washingtons, die Luftangriffe seien notwendig und verhältnismäßig gewesen:

„Russland hat dieses Treffen unter dem falschen Vorwand einberufen, dass die Vereinigten Staaten keinen Grund hätten, auf Angriffe zu reagieren, bei denen US-Angehörige getötet wurden. Es muss daher wiederholt werden, dass die Maßnahmen, die die US-Streitkräfte am 2. Februar ergriffen haben, notwendig und verhältnismäßig waren, im Einklang mit dem Völkerrecht und in Ausübung des den Vereinigten Staaten zustehenden Rechts auf Selbstverteidigung.“

Vassily Nebenzia, Botschafter Russlands bei den Vereinten Nationen, entgegnete: „Wir verurteilen entschieden diesen neuen, dreisten Akt der Aggression der USA gegen einen souveränen Staat, der weitere Risiken schafft und die Instabilität in einer Region erhöht, die bereits in Flammen steht.“

Während ein hochrangiger UN-Beamter vor den Risiken einer weiteren Eskalation warnte, kehrte US-Außenminister Antony Blinken in den Nahen Osten zurück. Erste Station ist Saudi-Arabien, gefolgt von Ägypten, Katar, Israel und dem Westjordanland. Die USA hoffen, den Wiederaufbau und die Verwaltung des Gazastreifens nach dem Konflikt vorzubereiten, die Hilfe für die palästinensische Zivilbevölkerung zu erhöhen, die von der Hamas festgehaltenen Geiseln freizulassen und eine Ausweitung des Krieges zu verhindern.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Nahostkrise: EU wirbt für Zwei-Staaten-Lösung

Gewalt in Nahost nimmt zu: Israel hat Mitte und Süden des Gazastreifens im Visier

Borrell: Nahost kann "in Flammen aufgehen"