Großbrand in Valencia: Warum das Inferno mit mindestens 5 Toten?

Heute waren noch das Gerüst und die verkohlte Fassade von der Wohnanlage übrig.
Heute waren noch das Gerüst und die verkohlte Fassade von der Wohnanlage übrig. Copyright Alberto Saiz/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Von Heilika Leinus
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Nach einem tödlichen Brand in einem Wohnhaus in Valencia suchen Feuerwehrleute weiter nach Opfern. Bisher sind fünf Verstorbene gefunden worden.

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Gestern Abend brach in einer Wohnanlage in der spanischen Küstenmetropole Valencia ein Großbrand aus. Das Feuer zerstörte das Gebäude komplett und forderte mehrere Todesopfer. Laut den neusten Angaben haben mindestens fünf Menschen im Brand ihr Leben verloren. Weitere 15 Personen wurden am Freitagabend vermisst.

Neben den Rettungskräften sind Beamten der spanischen Kriminalpolizei vor Ort im Einsatz. Sie untersuchen die Ursachen des Brandes und stellen die Identität der Verstorbenen fest.

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Ein junges Ehepaar mit Baby vermisst

Am Freitagabend wurden noch 15 Personen vermisst, darunter ein junges Ehepaar mit zwei Kindern, eines davon ein neugeborenes Baby.

Nach Einschätzung mehrerer Experten soll die brennbare Fassadenverkleidung als Brandbeschleuniger gewirkt haben. Laut der Brandschutzexpertin Esther Puchades war die Fassade mit Polyurethan isoliert. In einem Interview mit dem spanischen TV-Sender À Punt beschrieb er das Material als „festes Benzin“. Die Zulassung dieses Dämmstoffs müsse überdacht werden, sagte sie dem TV-Sender.

Sánchez zeigte sich erschüttert

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) besuchte am Freitag den Unfallsort. Er sagte, er sei von dem Brand erschüttert und sprach mit Feuerwehrleuten, die den Brand bekämpft haben. Bereits am Donnerstag hatte er auf X geschrieben, dass er von dem Brand schockiert sei. Außerdem hat er den Behörden „jede notwendige Unterstützung “ versprochen. „Derzeit sind die Prioritäten, wie wir auch von den Behörden gehört haben, die Suche nach Opfern und zweifellos die Gewährleistung der Sicherheit der Rettungskräfte“, sagte er am Unglücksort.

Die Wohnanlage wurde vor wenigen Jahren fertiggestellt und hatte zwei Flügel: einer 14 und der andere 12 Stockwerke hoch. Insgesamt gab es dort 134 Wohnungen. Jetzt stehen an der Stelle nur noch verkohlte Fassadenreste und ein Gerüst aus Stahlbeton.

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