Russlands Krieg in der Ukraine: "Neue Normalität für Kinder ist schwierig oder gar unmöglich"

Alles im Alltag von Schülerinnen und Schülern in der Ukraine erinnert an den Krieg
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Von Giorgia OrlandiEuronews
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Euronews-Reporterin Giorgia Orlandi hat eine Schule unweit von Kiew besucht, in der Kinder von Psychologinnen und Psychologen betreut werden. Doch auch nach russischem Beschuss erinnert der Alltag jeden Tag an den Krieg.

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Nur etwa eine Autostunde von Kiew entfernt liegt das Dorf Sukachi. Dort gibt es derzeit keinen russischen Beschuss mehr, doch Minen stellen weiterhin eine Gefahr dar. Und die Kinder leiden unter den psychologischen Folgen dessen, was sie erlebt haben.

In Sukachi können Schülerinnen und Schüler nicht nur zur Schule gehen, sie werden auch von einem Team von Psychologinnen und Psychologen betreut. Die Expertinnen und Experten wissen, dass Traumata die Lernfähigkeit der Kleinen beeinträchtigen.

"Sie haben gesehen, wie Menschen ermordet wurden"

Sozialarbeiterin Anastasia Pantelei berichtet von den Traumata der Kinder: "Sie haben gesehen, wie ihre Häuser zerstört und wie Menschen ermordet wurden. Das beeinflusst den Lernprozess. Wenn jemand etwas sagt, das in ihnen eine Erinnerung triggert, reagieren sie emotional, das ist das schlimmste Problem."

Diese Kinder zu unterrichten ist ein Herausforderung.

Die Geschichtslehrerin Switlana erklärt, dass die traumatisierten Kinder jetzt mit einem individuelleren Ansatz unterrichtet werden. Wie Erwachsene reagieren sie mit verschiedenen Arten von Gefühlen, es können Depressionen sein oder auch Lustlosigkeit wie keine Lust zu lernen.

Die Rückkehr zu einer neuen Normalität erscheint sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Im Alltag werden die Kinder nämlich ständig an den Krieg erinnert, die Minen stellen weiterhin eine Gefahr dar, auch wenn ihr Dorf nicht geschossen wird.

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