IGH: Israel muss mehr Grenzübergänge zu Gaza öffnen

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) hat Israel angewiesen, den Zugang für humanitäre Hilfe nach Gaza zu verbessern.
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) hat Israel angewiesen, den Zugang für humanitäre Hilfe nach Gaza zu verbessern. Copyright Hussein Malla/Copyright 2024 The AP. All right reserved
Von Diana Resnik mit AP
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Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat angeordnet, dass Israel mehr Grenzen zu Gaza öffnen muss, um den Zugang zu humanitärer Hilfe zu verbessern. Indessen vereinbaren die USA und Israel ein Treffen, um die Offensive in Gaza zu besprechen.

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Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) hat Israel angewiesen, den Zugang für humanitäre Hilfe nach Gaza zu verbessern. Das beinhaltet die "unverzüglich(e)" Öffnung weiterer Grenzübergänge zu Gaza. Die Entscheidung folgt auf eine Völkermordsklage Südafrikas gegen Israel.

Besprechung der Rafah-Offensive in Washington

Gleichzeitig verhandeln Israel und die USA über einen neuen Termin, um eine mögliche Operation Israels in Rafah zu besprechen. Israel sagte das vorherige Treffen in Washington ab, nachdem die USA kein Veto gegen die Resolution des UN-Sicherheitsrates eingelegt hatten. Darin war ein Waffenstillstand ohne die Freilassung der Geiseln beschlossen worden.

Seit Anfang des Krieges am 7. Oktober hat der israelische Ministerpräsident, Benjamin Netanjahu erklärt, das zentrale Ziel Israels sei die Zerstörung der militanten Hamas. Nach israelischen Angaben ist Rafah, im südlichen Gazastreifen die letzte große Hochburg der Hamas. Doch selbst im nördlichen Gazastreifen, dem ersten Ziel der Offensive, hat sich die Hamas in einigen Gebieten neu formiert und führt weiterhin Angriffe durch.

USA: Zivilbevölkerung muss aus Rafah evakuiert werden

Die USA hatten Israel dazu aufgerufen, die Operation nicht ohne die Evakuierung der Zivilbevölkerung durchzuführen. Auch Ägypten hatte betont, dass jeder Versuch, die Palästinenser nach Ägypten zu drängen, sein Friedensabkommen mit Israel gefährden würde. 

Nach Angaben des israelischen Militärs sollen die Zivilisten vor der geplanten Offensive in das Zentrum des Gazastreifens gebracht werden. Netanjahu sagte, die Evakuierungspläne seien noch nicht genehmigt worden.

Meloni zu Besuch im Libanon

Angesichts der wachsenden Spannungen an der Grenze zu Israel besuchte die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni italienische Soldaten im Südlibanon. Sie würden dazu beitragen, die Lage zu beruhigen, sagte Meloni. 

Zuletzt schoss die Hisbollah mehrere "schwere Raketen" auf Städte im Norden Israels ab. Das sei die Vergeltung für eine Reihe israelischer Angriffe, bei denen mindestens 15 libanesische Bürger getötet wurden, sagte die Hisbollah.

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