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Serbien und Kosovo rüsten auf - Serbische Militärübung an der Grenze

Die NATO-Sicherheitstruppe soll die Sicherheits im Kosovo garantieren.
Die NATO-Sicherheitstruppe soll die Sicherheits im Kosovo garantieren. Copyright Euronews Sérvia
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Von Euronews mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Der Europarat hat den Kosovo als Mitglied empfohlen. Serbien reagiert wütend, der Verteidgungsminister spricht von einer Demütigung Serbiens.

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Serbien fühlt sich unter Druck gesetzt, nachdem die parlamentarische Versammlung des Europarats dafür gestimmt hat, den Kosovo als Mitglied aufzunehmen. Belgrad hat eine große Militärübung auf der Hochebene von Pešter an der Grenze zum Kosovo angekündigt. 

Die Spannungen auf dem Balkan sind seit geraumer Zeit hoch, wobei der Krieg in der Ukraine das Misstrauen verschärft und ein regionales Wettrüsten ausgelöst hat. Ein neuer Krisenherd entstand Anfang dieser Woche, als der Europarat die Mitgliedschaft des Kosovo empfahl. Ganze 131 Mitglieder stimmten für den Beitritt des Kosovo, nur 29 stimmten dagegen und 11 enthielten sich.

Der serbische Verteidigungsminister Miloš Vučević reagierte wütend auf diese Abstimmung: "Wir werden zeigen, dass unser Land kein Boxsack ist und uns niemand demütigen kann. Und sie werden sich für all das, was sie im Europarat und bei der UN tun, für immer schämen."

Das große Aufrüsten

Der Ministerpräsident des Kosovo, Albin Kurti, reagierte auf die Militärübung Serbiens an seiner Grenze und kündigte eine Verstärkung der eigenen Sicherheitskräfte an: "In einer Zeit, in der Krieg in Europa und Sicherheitsbedrohungen durch unseren nördlichen Nachbarn herrscht, haben wir mit einer Verdoppelung des Militärhaushalts und einer Verdreifachung des Rüstungshaushalts reagiert."

Kurti fügte hinzu, der Kosovo habe  Bairaktar-Drohnen und Javelin-Panzerabwehrrakten gekauft, neue Soldaten stationiert und rekrutiert. 

Laut UN-Mission für die Übergangsverwaltung des Kosovo wird die Sicherheit des Landes durch die dort stationierte NATO-Sicherheistruppe garantiert.

Der stellvertrende Leiter der US-Mission bei der NATO Richard Holtzapple sagt zu dem Aufrüsten: "Die Beziehung zu den Sicherheitskräften in der gesamten Region ist für uns wichtig und wollen wir weiterentwickeln. Ihre Fähigkeiten sollten zur Sicherheit in der Region beitragen. Speziell die Javelin sehen wir nicht als Offensivwaffe. Sie ist ein defensives Werkzeug."

Eine neue Lieferung der Javelin-Abwehrraketen aus den USA an den Kosovo wird erwartet.

Der Kosovo hatte sich 2008 als unabhängig von Serbien erklärt. Serbien erkennt dies nicht an und beansprucht die Region für sich. In der Region kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Erst im September 2023 hatten 30 maskierte Männer ein kosovarisches Dorf an der Grenze zu Serbien angegriffen. Der Kosovo beschuldigte Belgrad, den Angriff unterstützt zu haben.

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