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Vergewaltigung mit antisemitischem Motiv: Die französische Polizei ermittelt

Der französische Präsident Emmanuel Macron fordert die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus an den Schulen.
Der französische Präsident Emmanuel Macron fordert die Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus an den Schulen. Copyright Thibault Camus/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
Copyright Thibault Camus/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit AP
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Die Vergewaltigung eines jüdischen Mädchens in einem Pariser Vorort schockiert Frankreich. Präsident Emmanuel Macron hat am Mittwoch die Schulen dazu aufgefordert, diese Woche eine "Diskussionsstunde" über Rassismus und Antisemitismus abzuhalten.

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Frankreich ist schockiert über die Nachricht: Gegen drei Jugendliche werden Ermittlungen eingeleitet, sie sollen ein 12-jähriges Mädchen vergewaltigt haben. Die Straftat soll antisemtisch motiviert gewesen sein.

Der Vorfall ereignete sich in Courbevoie einem Vorort westlich von Paris. Der Anzeige des Opfers zufolge wurde sie von ihren Angreifern beschimpft und unter anderem als "dreckige Jüdin" bezeichnet. Sie gab an, körperlich angegriffen worden zu sein, u. a. durch Tritte, Ohrfeigen und das Ziehen an ihren Haaren.

Sie sagte außerdem aus, dass sie von zwei der drei Jugendlichen mehrfach vergewaltigt wurde und dass einer der drei drohte, sie zu verbrennen. Zwei der Beschuldigten wurden in Gewahrsam genommen und vorläufig angeklagt, während der dritte als unterstützter Zeuge geführt wird., so die Staatsanwaltschaft von Nanterre.

Der französische Ministerpräsident Gabriel Attal schreibt auf X "Sie wurde vergewaltigt, weil sie jüdisch ist."

Der französische Ministerpräsident Gabriel Attal äußerte sich in einem Interview mit FRTF1 am Mittwoch zu dem Thema: "Was geschehen ist, war absolut verabscheuungswürdig, unerträglich und unaussprechlich", sagte er und fügte mit Nachdruck hinzu, dass "die Täter identifiziert und verhaftet worden sind, sie befinden sich in Haft und die Strafen werden natürlich sehr hart und unanfechtbar sein". Seine Gedanken seien "bei dem jungen Mädchen, ihrer Familie, ihren Freunden und ihren Angehörigen."

Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte in den Schulen eine "Diskussionsstunde" über Rassismus und Antisemitismus, nachdem die Vergewaltigung eines jüdischen Mädchens in einem Pariser Vorort das angespannte gesellschaftliche Klima in Frankreich im Vorfeld der Wahlen weiter verschärft hat.

Nach dem haushohen Sieg der rechtsextremen Rassemblement National bei den Europawahlen hat der französische Präsident Emmanuel Macron das Parlament aufgelöst. Die Neuwahlen werden am 30. Juni und 7. Juli stattfinden.

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