Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Blockaden in Gießen: Massenproteste gegen Gründungstreffen der AfD-Jugend gestartet

Demonstrierende vor dem Afd-Jugendkongress
Demonstrierende vor dem Afd-Jugendkongress Copyright  Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
Von Sonja Issel
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Rund um Gießen haben Demonstrierende an mehr als zehn Punkten Straßen blockiert, während die ersten AfD-Delegierten unter Polizeischutz anreisen. Für den Tag werden bis zu 50.000 Teilnehmende erwartet. Die Lage am Morgen.

Bei den ersten Protesten gegen die Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation haben Demonstrierende rund um Gießen mehrere Blockaden errichtet. Nach Angaben der Polizei wurden an Autobahnen sowie an Bundes- und Landesstraßen "massiv" Verkehrswege versperrt. In der Stadt selbst blockiert ein Bus einen Kreisverkehr. Die Polizei spricht von einer "aktiven Lage" mit zahlreichen Schauplätzen.

Das Aktionsbündnis "Widersetzen" meldete derweil Blockaden an elf Punkten. Laut Polizei wurden Einsatzkräfte an einer Stelle mit Steinen beworfen. Zudem habe eine größere Gruppe versucht, eine Absperrung am Umspannwerk zu durchbrechen. Über die Marburger Straße zögen rund 300 Menschen mit Bengalfackeln in Richtung Anlagenring.

Zahlreiche Organisationen beteiligt

Bereits am Morgen hatte die Polizei mitgeteilt, dass erste Gruppen von Demonstrierenden in Gießen eingetroffen seien. Man rechne mit einer größeren Zahl anreisender Busse; die Nacht und der frühe Morgen seien weitgehend ruhig geblieben.

Vor Ort beteiligen sich verschiedene Organisationen an den Protesten. Mehrere hundert Menschen zogen über die Straßen im Südwesten der Stadt.

Sichtbar waren unter anderem Schilder der "Omas gegen Rechts", von Sea-Watch, dem Sozialistischen Studentenbund und der Gewerkschaft GEW. Zudem wurden Palästinaflaggen gezeigt. Unter die Demonstrierenden mischten sich teilweise auch vermummte Personen.

Erste Kongressbesucher eingetroffen

Auch die ersten Teilnehmenden des AfD-Gründungskongresses sind inzwischen in Gießen eingetroffen. Sie wurden in Polizeifahrzeugen zu den Messehallen gebracht und betraten das Gebäude über einen Seiteneingang. hr-Reporter zählten rund 200 Ankommende.

Zum Gründungstreffen werden insgesamt etwa 1.000 Teilnehmende erwartet. Geplant sind Reden der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie von Parteigründer Alexander Gauland.

Die Delegierten sollen über das sogenannte Jugendstatut entscheiden, das Selbstverständnis, die Anbindung an die Partei, interne Strukturen und den künftigen Namen der Organisation regelt. Zudem steht die Wahl des Vorstands an. Über das Logo der neuen Jugendorganisation soll voraussichtlich erst zu einem späteren Zeitpunkt abgestimmt werden.

Rund 50.000 Demonstrierende erwartet

Im Laufe des Tages werden in Gießen rund 50.000 Teilnehmende zu Protesten gegen die AfD erwartet. Angemeldet sind etwa 30 Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen. Zu den Veranstaltenden zählen unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund, Die Linke, Attac, die Jusos und Omas gegen Rechts. Die Polizei ist mit bis zu 6.000 Einsatzkräften aus dem gesamten Bundesgebiet vor Ort.

Ein Ziel der Demonstrierenden ist es, die Anreise der rund 1.000 erwarteten Parteitagsmitglieder und Gäste zu erschweren und den Zugang zu den Gießener Messehallen zu blockieren. Das Bündnis "Widersetzen" kündigte an, man wolle "Seite an Seite" den Weg zur Halle versperren. Für das Wochenende rechnen sie mit einer der größten antifaschistischen Mobilisierungen in Deutschland.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Festnahme: Mann soll mit Blut Hakenkreuze auf Autos geschmiert haben

Schwimmen in Berlin: Massenaktion fordert Ende des Spree-Schwimmverbots

Pro-palästinensische Demonstration in Berlin endet mit Verletzten und Festnahmen