Nachdem ein Portugiese, der mit einer Green Card in die USA gekommen war, für die Schießerei an der Brown University verantwortlich gemacht wird, hat die US-Regierung die Vergabe von Green Cards ausgesetzt.
Der mutmaßliche Täter der Schießerei an der Brown University in Providence im US-Bundesstaat Rhode Island in der vergangenen Woche ist am Donnerstagabend tot aufgefunden worden.
Die US-Behörden teilten mit, dass sich der 48-jährige Portugiese in einem Lagerhaus in New Hampshire offenbar selbst das Leben genommen hat.
Daraufhin kündigte die US-Regierung an, dass die sogenannte Green Card Lottery mit sofortiger Wirkung ausgesetzt wird.
"Auf Anweisung von Präsident Trump weise ich die USCIS (United States Citizenship and Immigration Services) unverzüglich an, das DV1-Programm auszusetzen, um sicherzustellen, dass keine weiteren Amerikaner durch dieses katastrophale Programm geschädigt werden“, erklärte Innenministerin Kristi Noem.
Bei der Schießerei während der Abschlussprüfungen an der Brown University wurden zwei Menschen getötet, neun weitere verletzt.
Fragen zu den Vorwürfen gegen den Verdächtigen aus Portugal
Der Polizeichef von Providence, Oberst Oscar Perez, sagte auf einer Pressekonferenz, man gehe davon aus, dass der Mann allein gehandelt habe. "Wir haben Finanzunterlagen und Videomaterial geprüft. In diesem Fall lieferte ein Video eine Fahrzeugbeschreibung, die durch einen Hinweis über die Tippzentrale bestätigt wurde".
Der mutmaßliche Täter wird außerdem verdächtigt, für den Mord an einem Professor des MIT verantwortlich zu sein, der am Montag in Brookline erschossen wurde.
MIT-Professor Nuno Loureiro, der in seinem Haus in der Nähe von Boston getötet wurde, war laut CNN Portugal nur kurz als Physikstudent in Portugal zusammen mit dem Verdächtigen. Es gibt bisher offenbar keine Hinweise darauf, dass die beiden über diese gemeinsame Zeit auf dem Campus hinaus eine Beziehung hatten.
Laut Medienberichten lebte der Verdächtige zuletzt in Miami.